Änderungsmassnahmen gefordert
EU-Behörden bemängeln Datenschutz bei Google
publiziert: Montag, 15. Okt 2012 / 19:43 Uhr
«Die Sammlung von persönlichen Daten in solch einem grossen Umfang stellt hohe Risiken für die Privatsphäre der Nutzer dar.»
«Die Sammlung von persönlichen Daten in solch einem grossen Umfang stellt hohe Risiken für die Privatsphäre der Nutzer dar.»

Brüssel - Google hat mit seiner Verknüpfung von Nutzerdaten erneut die Behörden auf den Plan gerufen. Der Suchmaschinenbetreiber verstösst damit gegen Regeln zum Schutz der Privatsphäre, wie aus einem Schreiben von EU-Datenschützern am Montag hervorgeht.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Behörden fordern darin den US-Internetkonzern zu Änderungen auf. «Die Sammlung von persönlichen Daten in solch einem grossen Umfang stellt hohe Risiken für die Privatsphäre der Nutzer dar», heisst es in dem Dokument, das 24 von 27 EU-Datenschutzbehörden unterzeichnet haben.

Aus diesem Grund solle Google seine Praktiken ändern. Die Behörden stuften die Vorgehensweise jedoch nicht als illegal ein. Sie verlangen von Google aber zudem, seine Nutzer besser über die Verwendung der persönlichen Daten zu informieren. Bei Google war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Frankreichs Datenschützer CNIL hatten im Februar Ermittlungen gegen Google aufgenommen. Die Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Datenschutzbehörden vorangetrieben. Bis Mitte März wurde Google ein Fragen-Katalog zur Beantwortung vorgelegt.

Im Januar hatte Google erklärt, seine Datenschutzpolitik zu vereinfachen. Ab dem 1. März gilt eine neue Regelung, die 60 verschiedene Vorgaben von Google-Angeboten wie YouTube, Gmail und Google+ zusammenfasst. Sie ermöglicht es dem Unternehmen, alle Daten zu verknüpfen, die es von einem Nutzer über die einzelnen Dienste erhält.

Google begründete die Neuerung damit, seine Suchergebnisse besser auf die Bedürfnisse des einzelnen Nutzers zuschneiden und Angebote optimieren zu können.

Die Rüge kommt für den Konzern zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die US-Aufsicht FTC und die EU-Wettbewerbsbehörde ermitteln bereits gegen das Unternehmen. Dabei geht es um den Verdacht, dass Google seine dominante Stellung auf dem Suchmaschinenmarkt zulasten der Konkurrenz ausnutzt.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Hamburg - Der Suchmaschinenkonzern Google muss nach Ansicht des US-Medienunternehmers John Malone staatlich überwacht ... mehr lesen
Der Suchmaschinenkonzern Google sei einfach zu dominant und soll deshalb staatlich überwacht werden.
In vier Monaten muss Google die Veränderungen abschliessen.
Paris - Die Europäische Union nimmt Google beim Datenschutz fester an die ... mehr lesen
Der Oberste Gerichtshof von South Carolina hat vergangene Woche ein Urteil gefällt, das Internetkonzernen wie Google und ... mehr lesen
Die USA und die EU scheinen getrennte Wege zu gehen.
San Francisco - In den USA formiert sich harter Widerstand gegen die geplante Umstellung der Datenschutz-Regeln bei Google. Die ... mehr lesen
Überwiegt der Nutzen oder die Datenschutzbedenken.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Google erneut in der Kritik.
New York - Google hat die ... mehr lesen
Für die Änderungen sollen ab Anfang März die Datenschutzbestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden - statt heute 70 einzelner Dokumenten für verschiedene Dienste soll es ab 1. März nur noch eins geben. Die Daten würden nach wie vor nicht nach aussen verkauft, betont Google. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener ...
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche neuerdings dank eines Location-Features der Agentur Copley Advertising direkt ausfindig und bombardieren sie mit entsprechenden Botschaften. mehr lesen 
Ransomware wird immer populärer - ESET-Ratgeber gibt Privatanwendern & Unternehmen Tipps an die Hand  Der europäische Security-Software-Hersteller ESET veröffentlicht einen kostenfreien Leitfaden zum Schutz vor heimtückischen Erpressungs-Trojanern wie TeslaCrypt ... mehr lesen
Ransomware-Leitfaden von ESET.
Cybercrime-Ansatz probiert geklaute Login-Daten auf Banking-Seiten  Wenn User das gleiche Passwort bei verschiedenen Web-Angeboten nutzen, kann sich das bitter rächen. Denn mittlerweile gibt es Botnetze, die sich genau diesen Leichtsinn zunutze machen. mehr lesen  
Skandal um US-Promis  Los Angeles - Ein 36-jähriger US-Amerikaner, der sich illegal Zugang zu E-Mail-Konten ... mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 20
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Digitale Zertifikate der wichtigsten Anbieter zu Top-Preisen: SSL, Code ...
GlobalProtec GmbH
Route de la Gravière 18
1782 Cormagens
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -3°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -2°C 0°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel sonnig
Bern 0°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Luzern -1°C 2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Genf 3°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 7°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten