EU-Frühjahrsgipfel: Eiszeit in Brüssel
publiziert: Donnerstag, 20. Mrz 2003 / 21:14 Uhr

Brüssel - Überschattet vom Krieg im Irak sind die Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Staaten in Brüssel zu ihrem Frühjahrsgipfel zusammengetroffen. Zentrales Thema ihres Treffens wird die Lage im Mittleren Osten sein.

Blair und Chirac haben sich nichts zu sagen.
Blair und Chirac haben sich nichts zu sagen.
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Der britische Premierminister Tony Blair, Frankreichs Präsident Jacques Chirac und die anderen Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) sind weitgehend wortlos in Brüssel eingetroffen.

Der müde wirkende Blair, dessen Land in der Nacht zuvor gemeinsam mit den USA den Irak-Krieg begonnen hatte, blieb bei seiner Ankunft in der belgischen Hauptstadt stumm und stellte sich nur kurz mit dem amtierenden EU-Ratspräsidenten Kostas Simitis zu einem Foto auf.

Abstand zwischen Blair und Chirac

Beim Auftakt des Gipfels im Sitzungssaal wahrten Blair und Chirac, die beiden wichtigsten europäischen Widersacher im diplomatischen Tauziehen um Irak, deutlichen Abstand und grüssten sich nicht.

Wie Blair gab auch Chirac bei seinem Eintreffen keinerlei Kommentar ab. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder reagierte ebenfalls nicht auf Fragen wartender Journalisten. Der Irak-Krieg ist das beherrschende Thema des anderthalbtägigen Gipfels.

Der dänische Regierungschef Anders Fogh Rasmussen, der wie Blair hinter dem Krieg steht, sagte, die EU-Staaten sollten nach dem Irak-Streit nach vorn schauen und sich darauf konzentrieren, was sie eint.

Er bedauere, dass eine Militäraktion gegen Irak notwendig war - aber ich denke, sie war es, fügte Fogh Rasmussen hinzu. Die Irak-Frage werde leider die am Freitag auf dem Gipfel beratenen Strukturreformen überschatten, sagte der Däne. Kopenhagen will sich auch militärisch an dem Angriff beteiligen und sagte unter anderem den Einsatz eines U-Bootes zu.

Die meisten Brüsseler Gipfelteilnehmer wirkten bei ihrem Eintreffen in Brüssel abgespannt. Die Lager der Kriegs-Befürworter und der Gegner des Militärschlages ohne ausdrückliche Zustimmung der UNO blieben zunächst unter sich.

(bert/sda)

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