EU-Kommissare für Begrenzung von Biosprit
EU-Kommissare wollen Biosprit aus Getreide begrenzen
publiziert: Montag, 17. Sep 2012 / 16:42 Uhr
Bis 2020 wird die EU die Zuschüsse für Biosprit zurückfahren.
Bis 2020 wird die EU die Zuschüsse für Biosprit zurückfahren.

Brüssel - Die EU-Kommissare für Energie und Klimawandel gehen im Streit um Biosprit in die Offensive. «Wir werden auf Getreide basierte Biotreibstoffe auf das derzeitige Niveau begrenzen», erklärten Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard am Montag in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel.

18 Meldungen im Zusammenhang
Es solle bei einem Anteil von fünf Prozent bis 2020 bleiben. Damit bestätigten sie einen neuen Gesetzesvorschlag, über den Medien bereits letzte Woche berichteten. Der Entwurf muss noch von der Kommission verabschiedet und dann von den Regierungen und dem europäischen Parlament beraten werden.

«Es ist falsch zu glauben, dass wir Biotreibstoffe auf der Basis von Rohstoffen zur Nahrungsmittelproduktion vorantreiben», heisst es in der Erklärung. «In unserem bevorstehenden Vorschlag für eine neue Gesetzgebung tun wir genau das Gegenteil davon.»

Der Vorschlag bedeutet eine Kehrtwende, mit der die EU Forderungen zahlreicher Umweltverbände nachgibt. Demnach soll die Produktion von Sprit aus Mais, Sojaöl oder Raps nicht mehr ausgeweitet werden und die Subventionen dafür 2020 ganz auslaufen. Stattdessen will die EU nun Treibstoffe aus Abfällen oder Algen stärker fördern.

«Teller statt Tank»

Umweltverbände hatten mit dem Schlagwort «Teller statt Tank» gegen den Verbrauch von Anbauflächen für die Spritproduktion aus Getreide Front gemacht. Würde man diese Anbaufläche stattdessen für die Lebensmittelproduktion nutzen, könnten davon gemäss einer Studie der Menschenrechtsorganisation Oxfam jährlich 127 Millionen Menschen ernährt werden.

Die Dürre in den Sommermonaten in einer Reihe von Ländern wie etwa den USA hat die Kritik an der Nutzung von Ackerflächen für den Anbau von Biokraftstoffen massiv ansteigen lassen. Es wird befürchtet, durch das knappe Angebot von Nahrungsrohstoffen in Folge der Trockenheit könnten die Preise an den Weltmärkten stark steigen, worunter vor allem die Bevölkerung in armen Ländern zu leiden hätte.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Strassburg - Die EU setzt vermehrt auf Treibstoffe aus Algen, Stroh oder Klärschlamm. Das soll das Klima entlasten und den ... mehr lesen
Künftig sollen nun nur noch 7 Prozent der Energie im Verkehr auf Biotreibstoff aus konventionellen Nahrungspflanzen entfallen.
Green Investment Ames - Forscher am Ames Laboratory des US-Energieministeriums haben eine Technologie entwickelt, die eine günstigere ... mehr lesen
Igor Slowing, Wissenschaftler am Ames Lab.
Strassburg - Das Europaparlament will die Nutzung von Biokraftstoffen begrenzen. Künftig soll der Anteil von herkömmlichen ... mehr lesen
Der konventionelle Biosprit aus Raps oder Soja (Bild) ist umstritten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rom - Die Nahrungsmittelpreise sind im September weiter gestiegen und haben fast wieder die Höhe des Krisenjahres ... mehr lesen
Die Dürre in den USA hatte die Preise für Mais und Sojabohnen im Sommer auf Rekordhöhe getrieben.
Zürich/Bern - Nur wenige Biotreibstoffe sind in der Gesamtbilanz umweltfreundlicher als Benzin. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Empa, des PSI und der Agroscope, die eine im Jahr 2007 durchgeführte Analyse zum selben Thema aktualisiert. mehr lesen 
Birmensdorf ZH - Der Klimawandel könnte den wirtschaftlichen Wert der europäischen Wälder bis ins Jahr 2100 halbieren. Die ... mehr lesen
Der Wald wird durch den Klimawandel immer südländischer geprägt werden.
Allein im Juli verteuerten sich Nahrungsmittel um zehn Prozent, wie die Weltbank am Donnerstag mitteilte. (Symbolbild)
Washington - Als Folge zahlreicher Dürren steigen weltweit die Lebensmittelpreise. Allein im Juli verteuerten sich Nahrungsmittel um zehn Prozent, wie die Weltbank am ... mehr lesen
Chicago/London - Spekulationen auf schlechte Ernteaussichten in den USA haben den Preis für Sojabohnen auf ein Rekordhoch getrieben. Der Future-Preis für einen Scheffel (rund 27 Kilo) mit Auslieferung im November erreichte am Montag den Rekordwert von 17,60 US-Dollar. mehr lesen 
Genf - Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat am Dienstag in Genf die Alarmglocken geläutet. Die aktuellen ... mehr lesen
Ende Juli seien 62,9 Prozent der Fläche der USA von mittelschwerer bis ausserordentlich starker Trockenheit betroffen gewesen.
Bern - Die Dürre in den USA und die damit einhergehenden Ernteausfälle beim Getreide wirken sich auch auf die Schweiz aus. Die Preise für Futtermittel aus Soja sind stark gestiegen. Die Mehrkosten betragen rund 100 Millionen Franken. Besonders betroffen sind die Schweineproduzenten. mehr lesen 
Das Landwirtschaftsministerium hat die Ernteprognose deutlich gesenkt.
Washington - Die US-Regierung will Farmern in den USA Fleisch im Wert von 170 Millionen Dollar abkaufen. Damit will sie die ... mehr lesen
Washington - Die Rekordhitze in den USA hat weitaus grössere Schäden auf den Feldern angerichtet als bislang gedacht. Das Landwirtschaftsministerium in Washington senkte am Freitag wegen der schlimmsten Dürreperiode im Land seit mehr als 50 Jahren seine Prognose für die Ernte deutlich. mehr lesen 
London/Washington - Der Druck auf die Produzenten der umstrittenen Biokraftstoffe wächst. Angesichts der schlimmen Dürre in den USA forderte die ... mehr lesen
Der Preis für Mais ist seit Anfang Juni um 40 Prozent gestiegen. (Archivbild)
Kommt noch eine Dürre dazu, ist das System am Limit.
Etschmayer Wir können von Zivilisation und Technologie reden, solange wir wollen, davon, wie wir die Natur beherrschen. Doch nur schon die Tatsache, dass wir uns übers Wetter nerven, beweist, wie hilflos wir eigentlich ... mehr lesen
Nicht seetüchtige Boote hätten erheblich zu den Opferzahlen beigetragen.
Nicht seetüchtige Boote hätten erheblich zu den ...
Bootsflüchtlinge  Rom - Mehr als 2000 Bootsflüchtlinge sind nach UNO-Angaben in diesem Jahr auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa ums Leben gekommen. Für Migranten sei es inzwischen die tödlichste Route, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag mit. 
Etschmayer Wenn etwas verkündet und als absolute Wahrheit bezeichnet wird, ist das ein Zeichen, dass es eine Religion sein könnte. Wenn die auf der ... mehr lesen  
Euro: Derzeit im Zentrum der Austeritätsreligion
In Griechenland könnte es zu Neuwahlen kommen.
Aufruf gegen Sparprogramm  Athen - In Athen werden vorgezogene Wahlen immer wahrscheinlicher: Der Anführer des linken Flügels der Regierungspartei Syriza, ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3195
    Was... man gerade erlebt, ist ein Rückfall des islamischen Halbmondes in eine ... heute 12:29
  • Kassandra aus Frauenfeld 1417
    Nicht nur den Koran sollte man verbieten, auch all die anderen Verdummungs-Lektüren, die ... heute 00:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3195
    Nachdem... sich Europa immer noch nicht dazu durchringen kann, den Menschen in ... gestern 11:30
  • LinusLuchs aus Basel 109
    Ja, passt. Den Kommentaren aus Wladiwostok werde ich keine Beachtung mehr ... gestern 11:29
  • Kassandra aus Frauenfeld 1417
    Sehen wir's doch einfach mal so! Da unser Schäfchen so wie so einfach in die Mottenkiste seiner ... gestern 11:29
  • wollyhood aus zürich 8
    legitimation und grundlage entziehen man muss den koran und den islam verbieten, so wie es angola gemacht ... gestern 11:28
  • keinschaf aus Wladiwostok 2694
    Ultimatives Zeugnis Ihrer Gesinnung Mit diesem Kommentar haben Sie eigentlich mehr über sich verraten, als ... So, 02.08.15 23:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1417
    Riesenzinggen? Deken Sie nur ja nicht, das habe der Schmäher gewusst. Er schreibt ... So, 02.08.15 18:20
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 19°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 20°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 16°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 18°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 19°C 26°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 21°C 29°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten