«Ein Realistisches Ziel»
EU-Kommission will 30 Prozent Energie einsparen bis 2030
publiziert: Mittwoch, 23. Jul 2014 / 18:42 Uhr
«Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel». (Symbolbild)
«Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel». (Symbolbild)

Brüssel - Die EU-Staaten sollen für den Klimaschutz ihren Energiekonsum bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent senken. Das hat die EU-Kommission am Mittwoch in einem Strategiepapier vorgeschlagen. Dies soll die Umwelt schonen und Europa unabhängiger von russischem Gas machen.

7 Meldungen im Zusammenhang
«Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel», verteidigte EU-Energiekommissar Günther Oettinger seinen Vorschlag gegen Kritik. Das Ziel ist höher als in einem vorherigen Entwurf. Allerdings halten Umweltschützer die Vorgabe für zu lasch.

Nach Ansicht der EU-Kommission ist das Ziel, den Firmen Anreize für Investitionen und neue Produkte zu geben. Haushaltsgeräte, Fahrzeuge, Fenster, Industrieanlagen und Maschinen müssten stromsparender werden.

Abhängigkeit Europas verringern

Die nötigen Innovationen würden Jobs und mehr Umsatz schaffen. «Dies kann dann auch ein Exportartikel werden», sagte Oettinger. Die notwendigen Investitionen für zusätzliche Massnahmen liegen laut EU-Kommissionskreisen bei 20 Milliarden Euro (rund 24,3 Mrd. Franken) jährlich.

Konsumenten und Unternehmen können laut EU-Kommission bei den Heiz- und Stromkosten sparen. Jeder Haushalt werde bis 2020 schon dank effizienterer Kühlschränke und Waschmaschinen jährlich rund 465 Euro (rund 564 Franken) an Energiekosten sparen. Zudem schone dies die Umwelt.

Die Gaseinfuhren der EU würden mit jedem Prozent eingesparter Energie um 2,6 Prozent zurückgehen, so die EU-Kommission. Dies werde die Abhängigkeit Europas von Importen - zumal aus Russland - verringern.

Verbildliche Vorgaben?

Bislang hat sich die EU das unverbindliche Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 20 Prozent an Strom und Wärme einzusparen. Nach aktuellen Prognosen dürfte die EU bis dahin Einsparungen von 18 bis 19 Prozent erzielt haben. Nun geht es um die Frage, wie es danach weitergehen soll.

Über die neue Vorgabe sollen die EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel im Oktober beraten. Die EU-Kommission äussert sich in ihrem Strategiepapier nicht zu der Frage, ob das Ziel unverbindlich oder verpflichtend sein soll. Das sollen die EU-Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel entscheiden.

Oettinger betonte: «Ich kann mit beidem leben.» Je nachdem, was der Gipfel beschliesst, könnte die EU-Kommission 2015 einen Gesetzgebungsvorschlag auf den Tisch legen.

Die Energieeffizienz ist Teil der EU-Klimapolitik bis zum Jahr 2030. Bereits im Januar hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis auf 27 Prozent des gesamten Energieverbrauchs steigen. Der dritte Pfeiler ist nun das Energieeffizienz-Ziel.

(awe/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Green Investment Frankfurt am Main - Fast die Hälfte der Investitionen, die im Laufe des vergangenen Jahres global gesehen im ... mehr lesen
Im Aufwind: Erneuerbare Energien sind gefragt.
Durch richtiges Lüften kann man Energie sparen.
Adventskalender Zwei Drittel des gesamten Energiebedarfs im Haushalt werden fürs Heizen eingesetzt. Wer effizient heizt, spart nicht nur ... mehr lesen
Brüssel - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die EU-Staats- und Regierungschefs zu ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen ... mehr lesen
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Archivbild)
Den Gasherd auch in schweren Zeiten zum schwitzen bringen. (Symbolbild)
Bern - Die Schweizer Erdgasversorgung ist laut Bundesamt für Energie (BFE) gut gegen Risiken und Krisen gerüstet. Das ... mehr lesen
Green Investment Singapur - Seit dem Gründungsjahr 2013 hat das weltumspannende Energieprojekt «Power Clouds» bereits über 50'000 ... mehr lesen
Ziel ist es, global die grösste und zeitgleich sauberste Energiequelle zu werden. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
José Manuel Barroso fordert, dass die Vorteile eines freien Handels für Wachstum und Arbeitsplätze öffentlich besser erklärt werden sollen.
Brüssel - Mit Blick auf die Ukraine-Krise wollen die sieben weltweit wichtigen Industriestaaten (G7) unabhängiger von der russischen Energieversorgung zu werden. Dies haben die ... mehr lesen
Brüssel - Die EU-Kommission will Europas Energieversorgung unabhängiger von russischem Gas und Öl machen. Die ... mehr lesen 2
Bei den Energieimporten hängt Europa am Tropf Russlands. (Symbolbild)
Oettinger's Märchen
"Das Ziel ist höher als in einem vorherigen Entwurf. Allerdings halten Umweltschützer die Vorgabe für zu lasch. "

Obwohl ich im vorigen Kommentar unwiderlegbar beweisen konnte (mit einer einfachen Multiplikation, die jeder nachvollziehen kann), dass die Angaben völlig aus der Luft gegriffen sind und es unmöglich ist, mehr Energie zu sparen, als man aktuell braucht, finden Umweltschützer dies noch zu lasch.

Ich weiss nicht, was die von Physik, Mathematik oder auch nur vom wirklich gesunden Basisverstand halten. Die EU will mehr sparen, als überhaupt verbraucht wird und die Umweltschützer finden selbst dies noch zu wenig.

Meine Frage geht an die Medienarbeitenden: Warum nimmt sich keiner, der solche Agenturmeldungen veröffentlicht, die 60 Sekunden Zeit, um mal nachzurechnen?
Die Leistungsaufnahme des Kühlschranks steht auf dem Typenschild. Länger als 365 * 24h kann ein Gerät nicht im Betrieb sein. Was die Kilowattstunde kostet, steht auf der Stromrechnung.

Man kann sich nun ausrechnen, wie es mit den von Oettinger versprochenen Jobs aussieht, die im Zuge der Sparmassnahmen geschaffen werden sollen. Auch dort wird die Rechnung ins Negative gehen.

Ich persönlich werde also von 200 Fr. 564 sparen können, das macht
200 Fr. - 564 Fr. = - 364 Fr.

"Die nötigen Innovationen würden Jobs und mehr Umsatz schaffen. «Dies kann dann auch ein Exportartikel werden», sagte Oettinger. "

Aha. Wir dürfen also Jobs erwarten, die ein Exportartikel werden? Das heisst wohl im Klartext, dass die Arbeitsplätze ins Ausland abwandern.
Es wird nur noch absurder..
30% Energie sparen...

Offenbar will die EU ihren Bürgern 30% Energie weniger zum Leben zur Verfügung stellen. Das und nichts anderes bedeutet es nämlich.

"Jeder Haushalt werde bis 2020 schon dank effizienterer Kühlschränke und Waschmaschinen jährlich rund 465 Euro (rund 564 Franken) an Energiekosten sparen."

Seltsam. Mein Kühlschrank benötigt keine 100 Watt Leistung. Eine kWh elektr. Arbeit kostet rund 20 Rappen.

24h * 365 * 0,1 kW * 0,20 Fr. = 175,20 Franken.

Die Waschmaschine rechne ich gar nicht erst genau aus, die läuft bei mir einmal die Woche und benötigt für eine Wäsche etwa 50 Rappen.

Beides zusammen also rund 200 Franken im Jahr. Wie soll da eine Einsparung von über 500 Franken im Jahr möglich werden?

Seht Ihr, wie da gelogen wird, dass sich die Balken biegen?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem ... mehr lesen  
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
Deutsche Linke bestätigt Spitzen-Duo Magdeburg - Die deutsche Linkspartei hat ihr Spitzen-Duo Katja Kipping und Bernd Riexinger für weitere zwei Jahre ... 4
Bernd Riexinger geniesst bei der deutschen Linkspartei weiterhin das Vertrauen.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 18°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 17°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 18°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten