Elektronische Plattform
EU-Kooperation gegen Menschenhandel
publiziert: Freitag, 31. Mai 2013 / 23:09 Uhr
Zum Menschenhandel zählen etwa Zwangsprostitution, unfreiwillige Arbeit oder Organhandel. (Symbolbild)
Zum Menschenhandel zählen etwa Zwangsprostitution, unfreiwillige Arbeit oder Organhandel. (Symbolbild)

Brüssel - Europa will vereint gegen Menschenhandel vorgehen. Die EU-Kommission hat am Freitag eine elektronische Plattform ins Leben gerufen, auf der sich rund 100 Organisationen aus ganz Europa austauschen. Die Verbände wollen darüber Ideen, Erfahrungen und Initiativen zur Opferhilfe teilen, wie die EU-Behörde berichtete.

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Die EU-Kommission fördert die Plattform durch die Veranstaltung regelmässiger Treffen. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström kritisierte, dass bislang erst neun Länder ein EU-Gesetz zum Kampf gegen den Menschenhandel fristgemäss umgesetzt haben.

«Das ist nicht gut genug», kritisierte Malmström und rief die anderen Staaten auf, die Vorgaben in Kürze umzusetzen. Auch Deutschland hinkt bei der Umsetzung hinterher.

Steigende Opferzahl

Nach jüngsten EU-Angaben ist die Zahl der Opfer von Menschenhandel in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Zeitraum 2008 bis 2010 gehen Schätzungen von mehr als 23'600 Opfern in der EU aus.

Mehr als zwei Drittel sind Frauen. Die meisten von ihnen werden zur Prostitution gezwungen. Der Grossteil der Opfer kommt aus dem Gebiet der 27 EU-Staaten, die meisten von ihnen aus Bulgarien und Rumänien.

Zum Menschenhandel zählen etwa Zwangsprostitution, unfreiwillige Arbeit oder Organhandel.

 

(bert/sda)

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