Konsum einschränken
EU: Schärfere Verkaufsregeln für Zigaretten
publiziert: Dienstag, 17. Dez 2013 / 08:22 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Dez 2013 / 10:05 Uhr
Jede Zigarettenpackung muss künftig mit grossen Schockbildern und Anti-Rauchen-Hinweisen bedruckt sein.
Jede Zigarettenpackung muss künftig mit grossen Schockbildern und Anti-Rauchen-Hinweisen bedruckt sein.

Brüssel - Die EU steuert auf schärfere Verkaufsregeln für Zigaretten zu. Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Staaten und der Kommission waren sich am späten Montagabend in wesentlichen Punkten einig, wie aus Parlamentskreisen verlautete.

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«Einigung in Reichweite», sagte Gesundheitskommissar Tonio Borg. Die Richtlinie soll den Tabakkonsum besonders unter jungen Menschen einschränken. Allerdings müssen EU-Diplomaten dem Kompromiss am Mittwoch noch zustimmen. Dies galt als unsicher, weil einige EU-Staaten härtere Vorschriften für E-Zigaretten fordern. Sollten die Diplomaten Nein sagen, müsste weiterverhandelt werden.

Keine Mentholzigaretten mehr

Sicher ist, dass künftig jede Zigarettenpackung mit grossen Schockbildern und Anti-Rauchen-Hinweisen bedruckt sein muss. Etwa zwei Drittel der Packungsoberfläche soll Warnungen wie «Rauchen tötet» oder Fotos von Krebsgeschwüren und Raucherlungen enthalten.

Ausserdem sollen Mentholzigaretten nach Angaben aus Parlamentskreisen bis zum Jahr 2020 aus allen Ladenregeln verschwunden sein.

Verschiedene Ansichten über E-Zigaretten

Strittig sind noch die Regeln für E-Zigaretten. Das EU-Parlament sieht die recht neuen Produkte eher positiv, weil sie Kettenraucher beim Entwöhnen helfen könnten. Die EU-Staaten warnen hingegen davor, dass die elektronischen Glimmstängel für junge Menschen ein Einstieg in das Rauchen sein könnten.

Die Tabakrichtlinie ist in Brüssel ein heisses Eisen. Die Industrie warnt vor drohenden Stellenverlusten. Die EU-Kommission verweist hingegen auf die jährlich 700'000 Toten in Europa, die an den Folgen vom Rauchen sterben. Daher müsse der Tabakkonsum dringend abgebremst werden. Sollten die Diplomaten am Mittwoch Ja sagen, müssen noch das Europaparlament und der Ministerrat endgültig zustimmen.

(ig/sda)

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