Trotzt aller Kritik
EU-Spitze verteidigt Flüchtlingsdeal mit Ankara
publiziert: Mittwoch, 13. Apr 2016 / 12:57 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Apr 2016 / 13:48 Uhr
Juncker findet den Deail ideal.
Juncker findet den Deail ideal.

Strassburg - Die politische Spitze der Europäischen Union hat das Abkommen mit der Türkei über die Rückführung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei gegen Kritik verteidigt.

8 Meldungen im Zusammenhang
«Es ist eine gefährliche Illusion zu glauben, dass es eine ideale und hundertprozentig effektive Lösung gibt», sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Strassburg.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, das Abkommen sei wegen mangelnder Solidarität innerhalb der EU nötig gewesen. Es gebe mehr als genug Themen, bei denen die EU und die Türkei unterschiedlicher Meinung seien.

Juncker kritisierte die türkische Führung für die Reaktion auf ein Satire-Lied in einer ARD-Sendung. «Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass ein deutscher Botschafter wegen eines zugegebenermassen unmöglichen satirischen Liedes einbestellt wird», sagte Juncker.

Keine Äusserung zu Böhmermann

«Das bringt die Türkei nicht näher an uns heran, sondern entfernt uns voneinander.» Zur Anzeige des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den deutschen Satiriker Jan Böhmermann äusserte sich Juncker nicht.

Eine weichere Haltung der EU gegenüber der Türkei wegen des Abkommens zur Rückführung von Flüchtlingen schloss Juncker aus: «So sehr wir die Zusammenarbeit mit der Türkei für die Flüchtlinge schätzen, so unverändert ist unsere Haltung in anderen Fragen, wenn es etwa um Grundwerte wie denjenigen der Pressefreiheit geht.»

Wie Juncker kritisierte auch der Liberalen-Fraktionsvorsitzende Guy Verhofstadt das Vorgehen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen deutsche Satire-Fernsehsendungen. «Wir haben ihm schon die Schlüssel zu Europas Toren gegeben, nun laufen wir Gefahr, ihn auch unsere Redaktionen und Medien kontrollieren zu lassen», sagte Verhofstadt über Erdogan.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Angesichts wachsender Furcht vor einem Scheitern des Flüchtlingsabkommens ... mehr lesen
Die Hilfszahlungen an Ankara sollten gestoppt werden und stattdessen Griechenland zugute kommen.
In den letzten drei Tagen erreichten etwa 150 Menschen pro Tag das EU-Land. (Symbolbild)
Athen - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem Besuch in Athen die enge Kooperation mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex in der östlichen Ägäis ... mehr lesen
Luxemburg - Die EU-Innenminister diskutieren in Luxemburg über Terrorismus und ... mehr lesen
Simonetta Sommaruga nimmt in Luxemburg am Treffen der EU-Innenminister teil. (Archivbild)
Strassburg/Ankara - Die angestrebte Visumfreiheit für Türken bei Reisen in die EU droht zur Belastungsprobe zu werden. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sieht sich nicht ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Berlin/Istanbul/Athen - Nach der Schliessung der Balkanroute ist die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Deutschland drastisch gesunken. Im März wurden nur noch 20'608 ... mehr lesen
Brüssel - In der Flüchtlingskrise ... mehr lesen
Spaniens Parlament lehnt den Flüchtlingspakt ab.
Madrid - In Spanien wächst der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich ... mehr lesen
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewittrige Regengüsse
Luzern 6°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
Genf 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen gewittrige Regengüsse
Lugano 11°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten