Flüchtlinge aus Syrien beschäftigen EU
EU befürchtet Ansturm von Flüchtlingen aus Syrien
publiziert: Montag, 23. Jul 2012 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Jul 2012 / 18:58 Uhr
Die Rebellen führen die Kämpfe in den Strassen von Damaskus noch weiter.
Die Rebellen führen die Kämpfe in den Strassen von Damaskus noch weiter.

Doha - Europa bereitet sich auf einen Ansturm syrischer Flüchtling vor und setzt das Assad-Regime mit schärferen Sanktionen unter Druck. Für die 200'000 westlichen Ausländer in der Region steht ein Rettungsplan bereit, wie es beim Treffen der EU-Innenminister in Zypern hiess.

11 Meldungen im Zusammenhang
Wenn die Flüchtlinge in den Nachbarländern nicht ausreichend Hilfe fänden, würden sie Richtung Europa weiterziehen, sagte die zyprische Innenministerin Eleni Mavrou am Montag beim Treffen der EU-Innenminister. Die EU müsse daher nun schnell handeln.

"Die EU ist bereit, den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Türkei und Irak zusätzliche Unterstützung inklusive finanzieller Hilfe anzubieten, um die wachsende Zahl der fliehenden Syrer zu beherbergen", hiess es von den Ministern. Auch die humanitäre Unterstützung für die Flüchtlinge innerhalb Syriens wolle man verstärken.

Mit Chemiewaffen gedroht

Die Führung in Damaskus verschärfte derweil die Rhetorik. Sie droht damit, im Falle eines "ausländischen Angriffs" auch Chemiewaffen einzusetzen.

Es würden niemals Chemiewaffen gegen die eigenen Bürger eingesetzt werden, "nur im Fall einer ausländischen Aggression", sagte der Sprecher des syrischen Aussenministeriums, Dschihad Makdessi, am Montag in Damaskus.

Zugleich lehnte der Sprecher den Vorschlag der Arabischen Liga für einen Rückzug von Staatschef Baschar al-Assad im Gegenzug für freies Geleit ins Ausland ab.

Die Arabische Liga hatte Assad zuvor aufgefordert, sich "schnell" von der Macht zurückzuziehen. Die Opposition und die Freie Syrische Armee (FSA) müssten eine Übergangsregierung der nationalen Einheit bilden.

EU verschärft Sanktionen

Die Europäische Union (EU) verschärfte angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien ihre Sanktionen gegen das Land erneut. Die EU-Aussenminister beschlossen am Montag in Brüssel, 26 weitere Vertreter oder Unterstützer der Regierung in Damaskus sowie drei weitere Unternehmen oder Behörden auf die Sanktionsliste zu setzen, wie EU-Diplomaten mitteilten.

Ein bereits beschlossenes Waffenembargo soll zudem durch strengere Kontrollen von Flugzeugen und Schiffen besser durchgesetzt werden.

Kämpfe in Damaskus

Derweil bleibt die syrische Hauptstadt Damaskus hart umkämpft. Die Regierungstruppen eroberten die Kontrolle über Teile von Damaskus zurück. Rund 30 Menschen, darunter auch Zivilisten, seien bei den Kämpfen getötet worden.

Etwa 1000 Soldaten sollen, unterstützt von Panzern, an den Operationen in den beiden Vierteln beteiligt gewesen sein. Die Aufständischen hatten vor gut einer Woche mit ihrer Offensive "Damaskus-Vulkan" die Kämpfe erstmals in die Hauptstadt getragen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Nach eineinhalb Jahren der Gewalt in Syrien schlagen die Vereinten Nationen Alarm wegen der Situation der Flüchtlinge. ... mehr lesen
Über 200'000 Flüchtlinge machen sich auf den Weg für einer besseren Zukunft.
Bundesrat Didier Burkhalter.
Beirut - Bei seinem Besuch in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Bundesrat Didier ... mehr lesen
Amman - Aus Syrien ist erstmals ein Parlamentsmitglied ins Nachbarland Türkei geflohen. Die Abgeordnete Ichlas ... mehr lesen
Auch in Damaskus erhöht die Armee den Druck auf die Rebellen.
Damaskus - Syrische Regierungstruppen haben laut Aktivisten am Dienstagabend nahe der nordwestlichen Stadt Hama in eine ... mehr lesen
Tausende Soldaten sollen auf dem Weg in die Stadt Aleppo sein.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eine Übergangsregierung in Syrien müsse von der Opposition geführt werden.
Damaskus - Der oppositionelle ... mehr lesen
Doha - Die Arabische Liga hat Syriens Präsident Baschar al-Assad aufgefordert, sich «schnell» von der Macht zurückzuziehen. Die ... mehr lesen
Baschar al-Assad wird von allen Seiten aufgefordert zurückzutreten.
Moskau - Russland hat eine Lieferung von Kampfhelikoptern an Syrien ... mehr lesen
Die Kampfhelikopter wurden zunächst nicht an Damaskus geliefert.
Die Freie Syrische Armee hält fortan die Grenzposten in Schach.
Damaskus - Die syrischen Rebellen ... mehr lesen
Deutschland will seine Hilfe für die Ukraine-Flüchtlinge verbessern.
Deutschland will seine Hilfe für die ...
Deutschland will aufstocken  Dnipropetrowsk - Deutschland will seine Hilfe für die Flüchtlinge aufstocken, die durch den Ukraine-Konflikt ihre Heimat verloren haben. Dies versprach Aussenminister Frank-Walter Steinmeier beim Besuch eines Flüchtlingslagers in der ostukrainischen Industriemetropole Dnipropetrowsk. 
Auf einer russischen Liste mit Einreiseverboten finden sich demnach 89 Europäer.
Russland verbietet 89 EU-Politikern und Militärs Einreise Berlin/Moskau - Nach dem langfristigen Einreiseverbot Russlands für den deutschen Aussenpolitiker Karl-Georg ...
Steinmeier ermuntert Ukraine zu mehr Reformen Kiew - Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Ukraine ...
Bevölkerung schaut zuversichtlich ins In- und besorgt ins Ausland Bern/Zürich - Die Ukraine-Krise, zunehmende ...
Wollen Behörden unterstützen  Kairo - Bei einem Treffen in Kairo haben Stammesführer aus Libyen ...  
Die Miliz Fadschr Libya kontrolliert mittlerweile grosse Teile der Hauptstadt Tripolis.
Die Eskalation des bewaffneten Konflikts in Libyen hat mehr als eine halbe Million Menschen aus ihren Häusern vertrieben.
Libyen: Halbe Million Menschen in Flucht getrieben Tripolis - Die Kämpfe in Libyen haben in den vergangenen Monaten eine Massenflucht ausgelöst. Die Eskalation des ... 1
Titel Forum Teaser
  • HeinrichFrei aus Zürich 379
    Tötungen mit US-Drohnen bleiben, auch wenn Nebraska die Todesstrafe abschafft Mit der Beerdigung der Todesstrafe ist Nebraska der 19. von 50 ... gestern 19:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Ob... Tsipras wahrhaben kann oder nicht, dass er GR in den Abgrund reist, ... gestern 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... EU hat kürzlich bekanntgegeben, dass sie "die Schlepper militärisch ... gestern 09:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Wer... den Halbkriegszustand im Süden Thailands, muslimische ... gestern 07:59
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... muslimischen Rohingya sind nicht eine friedliche Gruppe wie die Jesiden ... Do, 28.05.15 10:30
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Was für eine Symbolik! Lindt Schokolade - "Merry Christmas" Dahinter Geiseln eines ... Mi, 27.05.15 13:52
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Sobald... man die Augen öffnet und hinsieht was die Exportförderungen der EU im ... Mi, 27.05.15 13:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Im... Heiligen Land ist nicht erst seit gestern Krieg. Alle muslimischen ... Mi, 27.05.15 13:00
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 10°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 10°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 12°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 13°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 14°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten