EU erzielte Einigung über Exil-Palästinenser
publiziert: Montag, 20. Mai 2002 / 08:36 Uhr

Madrid - Nach Angaben der Europäischen Union (EU) und der spanischen Regierung ist jetzt doch eine Einigung über die Verteilung der 13 Exil-Palästinenser aus der Geburtskirche in Bethlehem erzielt worden.

Spanien teilte am Sonntag auf seiner EU-Internetseite mit, es werde wie Italien drei der Palästinenser aufnehmen, Griechenland und Irland je zwei sowie Portugal und Belgien je einen. Der 13. Palästinenser werde auf Zypern bleiben, wohin die Gruppe nach ihrer Ausweisung aus den Palästinenser-Gebieten gebracht wurde.

Im Laufe des Tages war eine ähnlich lautende Erklärung der spanischen Regierung bestritten worden. Zypern hatte verneint, dass es noch viel länger einen der Palästinenser im Land behalten werde. Belgien teilte mit, es sei noch zu früh, um von einer Einigung zu sprechen. Auch die griechische Regierung erklärte, es habe noch keine Einigung gegeben.

Der Sprecher des spanischen Aussenministeriums, Alberto Aza, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es gebe auf jeden Fall eine Einigung, was die Zahl der Palästinenser angehe. "Nur haben wir die jeweiligen Individuen noch nicht auf die einzelnen Länder verteilt. Deswegen sagen die einzelnen Aussenministerien das, was sie sagen."

Die 13 Palästinenser hatten sich während eines israelischen Armeeeinmarsches im Westjordanland fünf Wochen in der Geburtskirche in Bethlehem verschanzt. Ihr Exil gehört zu der Vereinbarung, die die israelische Belagerung der Kirche beendete. Spanien hat zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

(sk/sda)

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