EU fordert Abschaffung der Todesstrafe für Jugendliche
publiziert: Dienstag, 20. Jul 2004 / 08:00 Uhr

Washington - Die EU und rund 25 andere Staaten haben das höchste US-Gericht aufgerufen, die Todesstrafe für minderjährige Täter zu verbieten. Die Praxis stehe im Widerspruch zu international akzeptierten Menschenrechtsnormen, schrieben die Staaten in einem Gutachten.

Im Jahr 2003 wurden in den USA zwei zur Tatzeit minderjährige Angeklagte zum Tod verurteilt.
Im Jahr 2003 wurden in den USA zwei zur Tatzeit minderjährige Angeklagte zum Tod verurteilt.
Am selben Tag richteten Dutzende amerikanischer Organisationen und Religionsgemeinschaften ähnliche Appelle an das Gericht. Auch 15 Friedensnobelpreisträger meldeten sich zu Wort.

Der Oberste Gerichtshof der USA wird möglicherweise noch in diesem Jahr entscheiden, ob die Todesstrafe für jugendliche Straftäter als grausame und ungewöhnliche Bestrafung einzustufen und damit verfassungswidrig ist oder ob sie weiter zugelassen werden soll.

Es braucht einen Grundsatzentscheid

Konkret geht es um einen Fall in Missouri, wo das höchste Gericht des Staates im Jahr 2003 die Todesstrafe für einen zur Tatzeit Minderjährigen aufgehoben hatte. Der Oberste Gerichtshof der USA muss nun eine Grundsatzentscheidung fällen und hat für Oktober eine mündliche Verhandlung angesetzt.

Menschenrechtsorganisationen wiesen am Montag darauf hin, dass in den vergangenen Jahren nur noch in fünf Ländern Hinrichtungen minderjähriger Mörder vollzogen worden seien, darunter neben den USA in China und Pakistan.

Werden Menschenrechte verletzt?

Auch in den Vereinigten Staaten selbst setze sich immer stärker die Erkenntnis durch, dass die Todesstrafe für jugendliche Straftäter internationale menschenrechtliche Minimalstandards verletze.

So sei diese Strafe inzwischen nur noch in 19 US-Bundesstaaten zugelassen, und im Jahr 2003 seien in den gesamten USA nur zwei Angeklagte, die zur Tatzeit jünger als 18 Jahre alt waren, zum Tode verurteilt worden.

(rp/sda)

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