Kartellrechtliche Untersuchung
EU leitet Verfahren gegen Google ein
publiziert: Dienstag, 30. Nov 2010 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Nov 2010 / 15:12 Uhr
Google hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Google hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Brüssel - Die EU-Kommission ermittelt gegen Google wegen des Verdachts, seine marktbeherrschende Stellung bei der Internet-Suche missbraucht zu haben. Die europäischen Wettbewerbshüter hätten ein Missbrauchsverfahren eingeleitet, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

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Der Kommission liegen nach eigenen Angaben mehrere Beschwerden von Google-Konkurrenten vor, die sich benachteiligt sehen. Die Wettbewerber wurden aber am Dienstag nicht genannt. Derzeit könnten noch keine Verstösse gegen das europäische Wettbewerbsrecht nachgewiesen werden, stellte die Kommission fest.

Beschwerde von Konkurrenten

Die Untersuchung allein bedeutet noch kein Fehlverhalten Googles, sie zeigt aber, dass die Kartellaufsicht die Beschwerden der Mitbewerber ernst genug nimmt, um eine gründliche Untersuchung einzuleiten. Google kontrolliert rund 90 Prozent des europäischen Marktes für Online-Suchdienste.

Im Februar hatten drei Konkurrenzunternehmen eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt, nämlich das britische Preisvergleichsportal Foundem, die französische Rechtssuchmaschine ejustice.fr und die zu Microsoft gehörende Shopping-Website Ciao.

Google verwies in einer Stellungnahme darauf, dass es stets sicher gestellt habe, dass Anzeigen deutlich gekennzeichnet seien. Zudem habe es verstärkt in Open-Source-Projekte investiert, teilte das Unternehmen mit. «Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen und so werden wir mit der Kommission zusammenarbeiten, um etwaige Bedenken auszuräumen.»

Drohende Milliardenbusse

Es ist das erste Mal, dass die Geschäftspraktiken des Internetriesen so umfänglich untersucht werden. Sollte die Kommission zu dem Ergebnis gelangen, dass Google seine Marktposition missbraucht hat, droht dem Konzern eine Geldbusse, die zehn Prozent seines Umsatzes ausmacht. Gemessen an den Erträgen im vergangenen Jahr könnte sich die Strafe auf 2,4 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) belaufen.

(bert/sda)

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