EU plädiert für höheres Rentenalter
publiziert: Mittwoch, 7. Jul 2010 / 17:23 Uhr
EU-Beschäftigungskommissar László Andor sieht keine andere Lösung.
EU-Beschäftigungskommissar László Andor sieht keine andere Lösung.

Brüssel - Die EU-Kommission warnt vor einer «unhaltbaren Lage» bei den Renten. Wenn die Menschen in Zukunft nicht länger arbeiteten, drohten entweder Altersarmut oder ein untragbarer Anstieg der Rentenausgaben.

«Wir leben alle länger, und es gibt weniger Geburten», sagte EU-Beschäftigungskommissar László Andor am Mittwoch vor den Medien in Brüssel. Bis 2060 werde sich die Zahl der Personen im Ruhestand gegenüber jenen, die arbeiteten verdoppeln. «das ist auf die Dauer einfach nicht tragbar», so Andor.

EU kann keine Vorschriften machen

Auf der Basis eines «Grünbuchs» sucht die EU-Kommission nun nach Lösungen für diese Situation. Nachdem die meisten Mitgliedstaaten ihre Vorsorgesysteme während des letzten Jahrzehnts verändert hätten, müsse nun der EU-Rahmen einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, hält die Kommission fest.

Allerdings kann Brüssel den 27 EU-Mitgliedstaaten nicht vorschreiben, wie sie ihr Rentenproblem lösen sollen. Die Verantwortung liegt in diesem Bereich bei den einzelnen EU-Ländern. Die Rolle und Vorrechte der Mitgliedstaaten sollten nicht in Frage gestellt werden, «es gibt kein ideales, universelles Rentenmodell», heisst es im Bericht weiter.

Problemfelder - Rentenalter 70?

Zwei Problemfelder werden aber angeschnitten: Bezüglich «Altersquotient» stehen momentan jeder Person über 60 vier Personen im erwerbsfähigen Alter gegenüber. Dieses Verhältnis wird nach Schätzungen bis 2060 auf eins zu zwei sinken. Dazu kommt der langjährige Trend im Arbeitsmarkt, wonach die Vollzeitarbeit später beginnt und der Ruhestand früher beginnt.

Wenn sich dieser Trend nicht ändere, werde die Situation unhaltbar, so die Kommission. «Wir stehen vor der Wahl, entweder im Ruhestand über weniger Einkommen zu verfügen, höhere Rentenbeiträge zu zahlen oder mehr und länger zu arbeiten», sagte Andor.

(fest/sda)

Renten in Deutschland
In Deutschland wird darüber diskutiert, die Rentengarantie abzuschaffen.

Bevor wieder einer mit Verschwörungstheorie kommt, ich hab das gestern auf dem Teletext von der ARD gelesen.
Reiche arm machen...
....das geht gar nicht, das ist gegen das Gesetz der Natur.

Da müsste man ja den Reichen auf einen Schlag alles wegnehmen.

Schauen Sie sich die Reichsten an: Vor zwei Jahren erlitten die Meisten herbe Vermögensverluste wegen der Krise.

Heute haben diese Leute bereits das meiste wieder wettgemacht. In nur knapp zwei Jahren!!

Mit so viel Geld und Macht ist es fast schon unmöglich in unserem Wirtschaftssystem völlig blank zu gehen.

Da würde eine sagen wir mal etwas grössere Sozialabgabe den Reichen überhaupt nichts machen, im Gegenteil, wahrscheinlich könnten die das noch doppelt dem bisschen Steuern abziehen, das die bezahlen.
Kompromiss
Man muss ja nicht gleich übertreiben, weder auf die eine noch auf die andere Seite.

Unser System wird wohl nie so sozial werden, wie Thomy das gerne hätte.
Auf der anderen Seite braucht es aber eine gewisse Sicherheit, damit Pensionierung auch dann kein Leben in Armut bedeutet, wenn man nur ein kleines Einkommen hatte oder aus gesundheitlichen Gründen in Pension gehen muss.

Unter diesen Voraussetzung gibt es auch keinen Grund, die Reichen arm zu machen.
Rentenpolitik
Die Menschen werden älter. Die Arbeit wird weniger, da mehr automatisiert wird oder die Arbeit ins Ausland verlagert wird.

1. Kann man da billiger produzieren und 2. will der Konsument ja für Qualität nichts bezahlen.

Ihr Rezept: Man nehme den Reichen solange Geld weg, bis auch die arm sind und nicht mehr helfen können.
Ja gut, Heidi!
Ich sagte es mal so, wie es zu mir herüber kommt ...! Ich weiss zwar, dass Sie es vielleicht AUCH nicht direkt persönlich meinen, sondern so mehr ganz allgemein ... (;-)

Ich meinte nicht Sie mit wohlhabend oder reich - ich will es ja auch gar nicht wissen!

Es interessiert mich wirklich ganz allgemein - weil sozial ist unser Staat noch lange nicht! Die Reichen UND die Wohlhabenden die haben noch mehr als genug, auch wenn sie etwas mehr bezahlen müssten für Sozialleistungen, als die weniger Verdienenden!

Am eigenen Beispiel kann ich davon erzählen: Ich hatte eine längere Zeitlang auch eine Phase in meinem Berufsleben, wo ich viel verdiente - Bei meiner Arbeit bedeutete das aber auch VIEL Arbeitseinsatz ! In dieser Zeit machte es mir überhaupt nichts aus, ob ich ein oder zwei oder FÜNF Prozent für eine dieser Versicherungen oder eine andere mehr bezahlen musste oder sollte! Ich hatte wirklich genug Geld! Und ich befand mich erst dort, wo die Herren und Damen Grossverdiener beginnen mit abzocken - dem sage ich halt aus Erfahrung so!

Da liegen noch so viele Mehrleistungen von diesen Herrschaften drin, dass es dann für ALLE reicht, um mit Zuversicht z.B. ÄLTER WERDEN ZU DÜRFEN!

Gute Nacht, Ihnen Heidi!
Gern geschehen,thomy
war aber nicht als Schelte gemeint.

Aber Sie haben recht, das Thema ist ein anderes. Das Rentenalter wurde seinerzeit auf 65 festgelegt nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern weil der Durchschnittsmensch mit 65 dann eben "verbraucht" (ein hässliches Wort, mir fällt aber nichts besseres ein) ist. Natürlich gibt es Ausnahmen: Menschen, die mit fünfzig schon ein Wrack sind und solche, die noch mit achtzig rüstig daherkommen.

Das Thema ist nicht, dass den Reichen und Wohlhabenden (zu Ihrer Info: ich gehöre nicht in diese Personengruppe - geht Sie aber im Grunde nichts an) jetzt der Schwarze Peter zugeschoben werden soll. Die bezahlen ihre Prozente genau wie wir.

Und was die Bauarbeiter betrifft, haben sie sich schon mal erkundigt, welchen FAR Beitrag denn der Arbeitgeber bezahlt? Nein? Ist ja auch nicht so wichtig. In jeder anderen Branche wäre dies meiner Ansicht nach auch möglich.

Mund verbieten? Ich Ihnen oder sonst jemandem? Da kennen Sie mich aber schlecht.
Ja, Heidi, danke für die Schelte - wie eine strenge Mutter ... dies ja so macht!
Was sagte da doch Karl Barth so eindringlich und wahr? Sehen Sie!

Nun denn, er hatte recht - eigentlich! Das gilt aber auch für Sie, Heidi - nicht wahr?

Wir hatten hier aber debatiert über unsere Sozialwerke, die zur Zeit, wenn es nach den Bürgerlichen ginge, sehr stark geschwächt werden sollten! Dies ist natürlich eine harte politische, ethische UND moralische Auseinandersetzung, die da EIGENTLICH stattfinden müsste!

Dies hat nichts mit Belehrungen zu tun, sondern allerhöchstens damit, dass, wenn unsere Sozialwerke längerfristig nicht wirklich vor die Hunde gehen sollen, es jetzt der Solidariität AUCH der Wohlhabenden und Reichen in der Schweiz bedarf, um finanzielle Ordnung und Sicherheit in diese wichtigen Sozialwerke zu bringen!

Da geht es nicht an, dass immer wieder Rentenbezüger - ich bin übrigens seit einigen Monaten auch AHV-Bezüger (! grins) - zur Kasse gebeten werden sollen und die noch vor diesem Rentenbezug Stehenden, aber noch Einzahlenden, gegen die "Alten" aufgehetzt werden, wie wenn nicht WIR ALLE einmal Rente beziehen würden!

Ein fieses Spiel, das so nicht gespielt werden dürfte und darum wird auch der Ton in den Diskussionen langsam härter und deutlicher, je mehr die bürgerliche Abzockerseite Geld bei denen sucht, die es nicht in gleicher Menge verfügbar haben, wie die, die Normalverdiener oder sogar Kleinverdiener sind oder es waren!

Ich danke Ihnen, wenn Sie mir nicht den Mund verbieten, wenn ich aus meinem Standort und aus meiner Erfahrung etwas zu den heutigen Zuständen sage!
speziell für Sie, thomy
Da Sie hier schon den Methusalem spielen wollen und noch nicht mal pensioniert sind, eine kleine Lebensregel von Karl Barth. Karl Barth war ein Theologe, daher vielleicht auch die nach meinem Empfinden überflüssigen vier letzten Worte.

Hier der Text, ich habe ihn von einem mir gut bekannten, pensionierten (!) Architekten erhalten und war ziemlich beeindruckt. Und ich lasse mich nicht so schnell beeindrucken.

Lebensregeln für den Umgang mit jüngeren Menschen

von Karl Barth

1. Du sollst dir klarmachen, dass die jüngeren, die verwandten oder sonst lieben Menschen beiderlei Geschlechts ihre Wege nach ihren eigenen (nicht deinen) Grundsätzen, Ideen und Gelüsten zu gehen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und nach ihrer eigenen (nicht deiner) Fasson selig zu sein und zu werden das Recht haben.

2. Du sollst ihnen also weder mit deinem Vorbild noch mit deiner Altersweisheit noch mit deiner Zuneigung noch mit Wohltaten nach deinem Geschmack zu nahe treten.

3. Du sollst sie in keiner Weise an deine Person binden und dir verpflichten wollen.

4. Du sollst dich weder wundern noch gar ärgern und betrüben, wenn du merken musst, dass sie öfters keine oder nur wenig Zeit für dich haben, dass du sie, so gut du es mit ihnen meinen magst und so sicher du deiner Sache ihnen gegenüber zu sein denkst, gelegentlich störst und langweilst und dass sie dann unbekümmert an dir und deinen Ratschlägen vorbeibrausen.

5. Du sollst bei diesem ihrem Tun reumütig denken, dass du es in deinen jüngeren Jahren den damals älteren Herrschaften gegenüber vielleicht (wahrscheinlich) ganz ähnlich gehalten hast.

6. Du sollst also für jeden Beweis von echter Aufmerksamkeit und ernstlichem Vertrauen, der dir von ihrer Seite widerfahren mag, dankbar sein, du sollst aber solche Beweise von ihnen weder erwarten noch gar verlangen.

7. Du sollst sie unter keinen Umständen fallen lassen, sollst sie vielmehr, indem du sie freigibst, in heiterer Gelassenheit begleiten, im Vertrauen auf Gott auch ihnen das Beste zutrauen, sie unter allen Umständen lieb behalten und für sie beten.

**********
Eben, JasonBond, ...
... Sie sagen es: "... und da werden die Arbeitgeber wohl auch nicht mitmachen. ....".

DIE machen nur mit, wenn es ihnen mehr einbringt, als kostet! bürgerliches Denken, halt!

Guten Tag, JasonBond
Ja, lieber JasonBond
Wenn Sie sagen ...:

"Denn was gibt es schlimmeres, als sozial abgeschottet zu sein, wenn man den ganzen Tag "nichts" mehr zu tun hat und keine Familie, die sich noch für einem interessiert oder lebt."

... dann sehe ich vor mir in xx Jahren einen JB, wie er nicht weiss, was er mit sich anfangen soll - hat es nie gewusst und wird es nie wissen!

Es gibt aber noch VIELE, ich denke die Mehrheit der alten Menschen, die haben immer noch genug und mehr Energie in sich, als die langweiligen Schwätzer, die nichts mit der nun endlich freuen Zeit anzufangen wissen!

Soziale Kontakte, die schafft man sich selbst und nicht, wie Sie abschätzig sagen, in der Migros an der Kasse bei der Kassiererin! ABER, auch DIESE kann eine sehr gute menschliche Ausstrahung vermitteln, was aber vielen Daherplauderine - auch hier - lesbar fehlt - völlig!

Sie haben recht, JansonBond, die mickrige AHV und oft auch mit der PK-Rente zusammen, reichen oft nicht weit! Da wäre Solidarität gefragt, die ganz offensichtlich nicht gewährt wird!
Von WEM nicht, das muss ich wohl hier nicht mehr erwähnen!

Bei den nächsten Wahlen wird dies hoffentlich endlich einmal doch zum Ausdruck kommen!
.
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