EU ruft nach Gefechten zur Zurückhaltung auf
publiziert: Samstag, 5. Jul 2008 / 10:38 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Jul 2008 / 11:18 Uhr

Moskau - Nach den heftigen Gefechten in Georgiens abtrünniger Region Südossetien hat die EU zur Zurückhaltung aufgerufen. Um das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen, sollten beide Seiten schnellstmöglich zum Dialog zurückkehren, forderte die EU-Ratspräsidentschaft.

Die georgische Armee soll die südossetische Hauptstadt beschossen haben.
Die georgische Armee soll die südossetische Hauptstadt beschossen haben.
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Die jüngste Entwicklung sei besorgniserregend. Die Konfliktparteien hatten sich in der Nacht zuvor die heftigsten Auseinandersetzungen seit Monaten geliefert. Dabei starben nach Rebellenangaben zwei Menschen, elf weitere wurden verwundet.

Georgien habe Zchinvali, die Hauptstadt Südossetiens, unter Beschuss genommen, wurden Vertreter der Separatisten in russischen Medien zitiert. Sie drohten zugleich mit schweren Vergeltungsschlägen.

Georgien: «Reaktion auf Angriff»

Georgien erklärte, seine Einheiten hätten gezwungenermassen auf einen Angriff reagiert. Die Regionalmacht Russland, die die Rebellen unterstützt, verurteilte das georgische Vorgehen als offene Aggression.

Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili hat es zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt, Südossetien wie auch die andere abtrünnige Region Abchasien wieder in den Kaukasus-Staat einzubinden. Zugleich strebt er die Aufnahme der früheren Sowjetrepublik in die Nato und die Europäische Union an.

(ht/sda)

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