Kampf gegen Leerverkäufe
EU schränkt riskante Börsengeschäfte ein
publiziert: Dienstag, 15. Nov 2011 / 15:00 Uhr
Gefahrenträchtige Spekulationen werden mit dem neuen Gesetz leicht eingeschränkt.
Gefahrenträchtige Spekulationen werden mit dem neuen Gesetz leicht eingeschränkt.

Strassburg - Angesichts der weltweiten Finanzkrise werden hochriskante Börsengeschäfte in der Europäischen Union eingeschränkt. Das Europaparlament verabschiedete am Dienstag ein neues Gesetz, das Spekulationen auf Staatsanleihen erschweren soll.

4 Meldungen im Zusammenhang
Dazu sollen der Handel mit ungedeckten Kreditausfall-Versicherungen (CDS) und sogenannte ungedeckte Leerkäufe eingeschränkt werden. Künftig kann nur noch CDS kaufen, wer bereits die zugrunde liegenden Staatsanleihen des betroffenen Landes besetzt. Ziel ist es, Geschäftemacherei mit Finanzkrisen eines Landes weitgehend zu unterbinden.

Auf die neue EU-Verordnung hatte sich das Europaparlament nach langen und zähen Verhandlungen mit dem Ministerrat geeinigt, in dem die Regierungen der EU-Staaten vertreten sind. Sie tritt in Kraft, sobald der Rat sie formell abgesegnet hat, was in Kürze geschehen soll.

Bei ungedeckten Leerverkäufen wetten Spekulanten auf den Verfall einer Aktie oder Währung und verkaufen das Produkt, ohne es zu besitzen. Sie hoffen, das Produkt später zu einem niedrigen Kurs kaufen und dann weitergeben zu können und damit Gewinne zu machen. Bei Börsencrashs können solche Leerverkäufe den Abwärtstrend eines Papiers verstärken.

In Deutschland sind Leerkäufe bereits verboten

Deutschland hatte ungedeckte Leerkäufe bereits im vergangenen Jahr verboten. Einige andere EU-Länder sind mittlerweile dem Beispiel gefolgt.

Mit dem Aufkauf von Kreditausfall-Versicherungen können sich Investoren gegen den Ausfall von Anleihen absichern. Sie können aber auch auf eine schlechtere Bonität des Schuldners wetten - und damit den Kursverfall etwa von Staatsanleihen noch beschleunigen. Hedgefonds konnten so bisher etwa griechische oder italienische CDS nur zu Spekulationszwecken kaufen, auch wenn sie keine entsprechenden Staatsanleihen hielten. Dies soll durch die neue Verordnung nun unterbunden werden.

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt ... mehr lesen
Vor allem die Versicherungsbranche geriet an der Börse unter Druck.
EU-Kommissar Michel Barnier.
Strassburg/Brüssel - Die EU-Kommission will die Macht der Ratingagenturen brechen. Mit ihren Herabstufungen von Euro-Ländern hatten diese wiederholt für Turbulenzen an den Märkten ... mehr lesen
Brüssel - Die Einführung einer ... mehr lesen
Im europäischen Raum herrscht keine Einigkeit zur Besteuerung von Finanzgeschäften.
Vergnügte Gesellschaft.
Cannes - Die Schuldenkrise in ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem ... mehr lesen  
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 13°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 11°C 16°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 12°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 15°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten