EU stellt 6900 Soldaten für UNO-Friedenstruppe
publiziert: Freitag, 25. Aug 2006 / 23:12 Uhr

Brüssel - Die EU will bis zu 6900 Soldaten für die UNO-Friedenstruppe in Libanon bereitstellen. Das sagten die Aussenminister der 25 EU-Staaten in Brüssel UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu.

5 Meldungen im Zusammenhang
Zugleich konnte Annan nach Angaben des derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden, des finnischen Aussenministers Erkki Tuomioja, die Sorgen vieler EU-Staaten hinsichtlich der Einsatzregeln entkräften: «Alle diese Fragen wurden befriedigend beantwortet», sagte Tuomioja.

«Diese Konferenz war ein Erfolg», sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der an der Sonderkonferenz der EU-Minister teilgenommen hatte. «Die EU nimmt ihre Verantwortung wahr.»

Tuomioja sprach von «5600 bis 6900 Soldaten», die bei der Sonderkonferenz der EU-Minister zugesagt worden seien. Er machte jedoch keine näheren Angaben zur Aufschlüsselung. Es handle sich um «feste Zusagen», betonte Annan.

Für ihre Bereitschaft, die UNFIL-Truppe zu unterstützen, bedankte sich der libanesische Ministerpräsident Fuad Seniora bei den EU- Staaten. «Die europäischen Staaten gewähren Libanon auf seinem Leidensweg jede erdenkliche Unterstützung», sagte Seniora in Beirut nach einem Telefonat mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac.

Annan sagte, die Stationierung von insgesamt rund 15 000 Mann werde in drei Phasen erfolgen und sich über zwei Monate erstrecken. Ein Einsatz der UNO-Truppe an der Grenze zu Syrien stehe jedoch nicht zur Debatte.

Zuerst von Frankreich, dann von Italien geführt

Annan kündigte in Brüssel zudem an, die Truppe solle erst von Frankreich und dann ab Februar kommenden Jahres von Italien geführt werden. Derzeit steht die UNIFIL-Truppe unter dem Kommando des französischen Generals Alain Pellegrini. Dieser soll nach dem Vorschlag Annans im Amt bleiben, bis Italien im nächsten Jahr das Kommando übernimmt.

Italien hatte zuvor eine gemeinsame Führung der UNO-Truppe vorgeschlagen und einen Beitrag von bis zu 3000 Soldaten in Aussicht gestellt. Am Donnerstagabend hatte Frankreich die Entsendung von 2000 Soldaten angekündigt.

Belgien kündigte am Freitag an, knapp 400 Soldaten zu entsenden, vor allem Sprengstoffexperten, Pioniere und medizinisches Personal. Spanien hat 700 bis 800 Soldaten angekündigt. Ein Diplomat sprach gar von 1200 Soldaten. Deutschland will mit Marineeinheiten die Seegrenze Libanons schützen. Der abschliessende Entscheid zum Einsatz steht aber noch aus.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Doha - Katar hat als erstes ... mehr lesen
Die UNIFIL-Truppen erhalten bald Verstärkung aus Katar.
Rund tausend Italiener würden umgehend die UNIFIL-Truppe verstärken
Beirut - Nach dem Entscheid der ... mehr lesen
Washington - Die USA untersuchen, ob Israel im Libanon-Krieg US-gefertigte ... mehr lesen
Offenbar wurden Streubomben aus US-Produktion entdeckt.
Bush fordert eine rasche Stationierung der Truppen.
Kennebunkport - US-Präsident Bush ... mehr lesen
Rom - Italiens Aussenminister ... mehr lesen
Aussenminister Massimo D´Alema will die Chance auf Frieden nicht verschenken.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem ... mehr lesen  
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Keine Zusagen in Flüchtlingskrise  Ise-Shima - Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in Japan brachte ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -2°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Basel 1°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, wenig Schnee
Bern -3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Luzern -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, wenig Schnee
Genf -1°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 1°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten