EU und Russland fordern Ende der Urananreicherung
publiziert: Mittwoch, 15. Feb 2006 / 19:37 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Mrz 2006 / 15:01 Uhr

Wien - Wenige Tage vor neuen Atomverhandlungen zwischen Iran und Russland haben die EU und Moskau Teheran aufgerufen, seine Aktivitäten zur Urananreicherung zu beenden.

Ursula Plassnik hat die iranische Führung in Wien dringend zu einer Umkehr im Atomstreit aufgefordert.
Ursula Plassnik hat die iranische Führung in Wien dringend zu einer Umkehr im Atomstreit aufgefordert.
5 Meldungen im Zusammenhang
Iran habe den Atomstreit in den vergangenen Tagen unnötig verschärft. Nach einem Treffen der aussenpolitischen Führung der EU mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow forderte die österreichische Aussenministerin Ursula Plassnik die iranische Führung in Wien dringend zu einer Umkehr im Atomstreit auf.

Plassnik habe ihren iranischen Amtskollegen Manuchehr Mottaki bereits am Dienstag in einem Telefongespräch aufgefordert, die umstrittenen Aktivitäten umgehend einzustellen, erklärte das Büro der österreichischen Aussenministerin.

Mit der Wiederaufnahme der Uranverarbeitung bewege sich die Islamische Republik hin zu einer Eskalation des Konflikts.

Russland lehnt Sanktionen ab

Auch Lawrow drängte Teheran, zu dem mit der EU 2004 vereinbarten Moratorium bei der Urananreicherung zurückzukehren. Der russische Aussenminister lehnte Sanktionen gegen Iran jedoch erneut strikt ab.

Lawrow bekräftigte, Russland sei zur Zusammenarbeit mit Teheran bei der Urananreicherung bereit. Die iranische Führung müsse jedoch den Dialog mit der EU wieder aufnehmen und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Kontrolle iranischer Atomanlagen ermöglichen.

Iran habe «ein Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie, sobald das Vertrauen» in die iranische Politik wieder hergestellt sei. «Wir müssen jetzt alles tun, damit wir Iran wieder an den Verhandlungstisch bringen», forderte der Politiker.

Moskau und Teheran wollen am kommenden Montag ihre Verhandlungen über den Bau einer Urananreicherungsanlage für Iran auf russischem Boden wieder aufnehmen. Die EU und Russland wollen damit verhindern, dass Teheran hoch angereichertes Uran zum Bau von Atombomben produzieren kann.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Frankreich hat Iran offen ... mehr lesen
Der französische Aussenminister Philippe Douste-Blazy.
Teheran - Iran hat die für diese ... mehr lesen
Iran will die Siegel der Atombehörde entfernen. (Archivbild)
Der Sitz der UNO-Atomenergiebehörde IAEA in Wien.
Wien - Im Streit um das iranische ... mehr lesen
Teheran - Nachdem auch Russland ... mehr lesen
Ein iranischer Techniker in der Atomversuchsanlage  in Isfahan.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem ... mehr lesen  
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 2°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano 7°C 10°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten