EU und UNO rufen zu mehr Hilfe für syrische Zivilisten auf
publiziert: Donnerstag, 23. Aug 2012 / 09:38 Uhr
«Wir haben Probleme, zu notleidenden Menschen durchzukommen, vor allem in Kampfgebieten», sagte UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos.
«Wir haben Probleme, zu notleidenden Menschen durchzukommen, vor allem in Kampfgebieten», sagte UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos.

New York - Die Vereinten Nationen und die EU haben zu mehr Hilfe für die notleidende Zivilbevölkerung Syriens aufgerufen. Über 2,5 Millionen Menschen bräuchten sofortige dringende Hilfe, denn ihnen fehle es mitten im Bürgerkrieg an Allem: Nahrung, Wasser, Unterkunft oder Medikamente.

8 Meldungen im Zusammenhang
«Wir haben Probleme, zu notleidenden Menschen durchzukommen, vor allem in Kampfgebieten», sagte UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos, die vor wenigen Tagen die Lage in Syrien sondiert hatte. Sie beklagte sich auch über fehlende Gelder für die verschiedenen Hilfsorganisationen. «Wenn wir mehr Mittel hätten, könnten wir mehr Menschen erreichen.»

Neben der mangelnden medizinischen Versorgung machte sich Amos auch Sorgen um die Kinder: «Für Tausende von Kindern wird es einen Ausfall des Unterrichts mit Beginn des neuen Schuljahres im September geben, falls bis dahin keine Lösung zur Unterbringung der Vertriebenen gefunden wird.»

Kampfpausen verlangt

EU-Kommissarin Georgiewa schlug vor, die Konfliktparteien zu Kampfpausen zu bewegen. «Die Kämpfe für eine Stunde oder zwei Stunden anzuhalten, damit Verwundete versorgt werden können - das ist bedauerlicherweise noch nicht geschehen», sagte Georgiewa dem Informationsdienst «dpa Insight EU» am Mittwoch in Brüssel.

Amos und Georgiewa reagierten auf einen wachsenden Strom von Flüchtlingen. Mindestens 2,5 Millionen Menschen in Syrien benötigten humanitäre Hilfe, mindestens 1,2 Millionen seien Vertriebene im eigenen Land, sagte Georgiewa.

Auswirkungen auf Nachbarländer

«Da Aleppo und Damaskus keine sicheren Gebiete mehr sind, gibt es nur noch ausserhalb des Landes Hoffnung auf Sicherheit.» Dies bedeute, dass im Libanon, in Jordanien und auch in der Türkei immer grössere Probleme entstünden.

«Hilfe innerhalb Syriens ist wichtig für jene, die im Konflikt gefangen sind, aber sie ist auch wichtig, um Auswirkungen auf die Nachbarländer zu reduzieren», sagte sie.

In New York wird am Freitag der neue Syrienvermittler der UNO und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, zu Gesprächen am Hauptsitz der Vereinten Nationen erwartet. Brahimi werde sich mit Generalsekretär Ban Ki Moon und anderen «hochrangigen Offiziellen» treffen, sagte ein UNO-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus - Der neue Syrienvermittler Lakhdar Brahimi hat seine schwierige Mission am Montag in Kairo begonnen. Er sprach ... mehr lesen
Lakhdar Brahimi ist für Gespräche zur Lage in Syrien nach Kairo gereist.
Über 200'000 Flüchtlinge machen sich auf den Weg für einer besseren Zukunft.
New York - Nach eineinhalb Jahren der Gewalt in Syrien schlagen die Vereinten Nationen Alarm wegen der Situation der Flüchtlinge. ... mehr lesen
Amman/Istanbul - In Syrien soll sich erstmals ein Kommandant abgesetzt haben, der grössere Kampfverbände befehligt hatte. ... mehr lesen
Syrien steht vor einem Scherbenhaufen.
Berlin - Deutschland unterstützt im Syrien-Konflikt eine Initiative Frankreichs im UNO-Sicherheitsrat für mehr humanitäre Hilfe für die Bevölkerung. Das verlautete in Berlin nach einem Treffen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Damaskus - Die syrische Armee hat nach Angaben von Aktivisten nahe Damaskus Dutzende Zivilisten getötet. In ... mehr lesen
Die Armee
Damaskus - Ein neuer Zwischenfall mit einem Nachbarland Syriens sorgt für zusätzliche Spannungen in dem Konflikt in Land. ... mehr lesen
Unaufhörliche Kämpfe in Syrien. (Archivbild)
Die neuen Anhänger der IS sollen weltweit gestoppt werden. (Symbolbild)
Die neuen Anhänger der IS sollen weltweit ...
Das FBI ist eingeschritten  Washington - Drei Mädchen aus den USA, die sich in Syrien offenbar der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschliessen wollten, sind am Frankfurter Flughafen gestoppt worden. Sie seien zurück nach Denver zu ihren Eltern gebracht worden, sagte eine FBI-Sprecherin am Dienstag. 1
Ukraine  Brüssel/Kiew - Im Ringen um russische Gaslieferungen für die ...  
Die Ukraine hofft auf eine Einigung noch vor dem Winter.
Für die Bezahlung wird die Ukraine wohl auf Hilfe angewiesen sein.
Gaspreis-Einigung mit Russland - aber wer bezahlt die Rechnung? Kiew - Die Ukraine hat sich nach den Worten von Präsident Petro Poroschenko mit Russland auf einen ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Die... Damen sind oftmals so von dem Schwachsinn der Islamisten vereinnahmt, ... heute 08:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Auch... Assad wird in den letzten Jahren die Nachrichten verfolgt haben und ... gestern 08:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Es... ist ein lobenswerter Ansatz Menschen die in schwierigen Situationen ... gestern 08:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Um... zu verstehen, welch hartes Erbe Joko Widodo antritt, sollte man den ... Mo, 20.10.14 14:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Ohne... eine wirksame Bekämpfung der IS werden auch der Libanon, Jordanien und ... Mo, 20.10.14 10:07
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Die... Rechnung wird in Menschenleben gezahlt! Üblich ist in solchen Fällen ... So, 19.10.14 10:08
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Libyen... bleibt noch aus einem anderen Grund als Problem an Europa hängen. Denn ... So, 19.10.14 08:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2511
    Man... hat schon oft gehört, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... Fr, 17.10.14 07:46
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 1°C 3°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 2°C 4°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 2°C 4°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Bern 6°C 8°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 5°C 7°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 6°C 10°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 14°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten