EU unterstützt IKRK
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 18:31 Uhr

Brüssel - Die EU-Kommission hat dem IKRK ihre "volle Unterstützung" versichert. Die Unparteilichkeit der Organisation werde unter keinen Umständen in Frage gestellt, sagte ein Sprecher in Brüssel anlässlich eines Besuchs von IKRK-Präsident Jakob Kellenberger.

Letzte Woche musste sich das IKRK vehement gegen Kritik aus konservativen US-Kreisen verteidigen.
Letzte Woche musste sich das IKRK vehement gegen Kritik aus konservativen US-Kreisen verteidigen.
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Das humanitäre Völkerrecht stand im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Kellenberger und Entwicklungskommissar Louis Michel, wie Michels Sprecher Amadeu Altafj sagte. "Kommissar Michel unterstützt aktiv das Engagement des IKRK und das damit verbundene Prinzip der Neutraliät und der Unparteilichkeit."

Letzte Woche musste sich das IKRK vehement gegen Kritik aus konservativen US-Kreisen verteidigen, die das IKRK beschuldigten, Positionen zu verteidigen, die nicht im Interesse der USA seien. Die humanitäre Organisation hatte wiederholt die Haftbedingungen in Guantánamo und Abu Ghraib kritisert.

Viele Flüchtlinge in ländlichen Gebieten - wie zum Beispiel in Darfur - erhielten nur dank der Arbeit des IKRK Hilfe, sagte der Sprecher. Michel sei in der Frage der Unparteilichkeit ganz der Meinung von Kellenberger. Es gebe deshalb keinen Grund, das Prinzip in Frage zu stellen.

Gemäss Altafaj zeigte sich auch Kellenberger zufrieden über die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission. Die EU sei "eine der Stützen" des IKRK.

(sl/sda)

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