EU untersucht AKW Temelin - Wien will Abschaltung
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 15:45 Uhr

Prag - Nach dem Austritt von 3000 Liter Kühlflüssigkeit aus dem tschechischen Atomkraftwerk Temelin haben Inspektoren der Europäischen Union bei einer ersten Untersuchung keine gravierenden Sicherheitsmängel entdeckt.

Der Atommeiler Temelin ist vielen Österreichern schon länger als Sicherheitsrisiko bekannt.
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Bei dem Zwischenfall am vergangenen Sonntag sei das radioaktiv verseuchte Wasser vermutlich nicht an die Aussenwelt gelangt, sagte einer der Experten nach der eintägigen Untersuchung der Zeitung Lidove noviny (Donnerstag-Ausgabe). Das endgültige Ergebnis der Untersuchung stehe aber noch aus.

In Tschechien war die kurzfristig beschlossene Untersuchung der Anlage durch EU-Experten auf Unverständnis gestossen. Wir werden uns auf diplomatischem Wege über diese Kontrolle eines absolut banalen Fehlers beschweren, kündigte die Leiterin der Atomsicherheitsbehörde, Dana Drabova, an.

Einer der EU-Inspektoren räumte ein, dass die Untersuchung nicht ganz standardgemäss sei. Man habe jedoch mit der sofortigen Kontrolle eine erneute Eskalation des Streits um das grenznahe AKW vermeiden wollen, sagte er Lidove noviny.

Temelin steht 230 Kilometer nordöstlich von München und rund 100 Kilometer nördlich von Linz (Österreich).

(fest/sda)

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