EU vergibt Aufträge für Navigationssystem Galileo
publiziert: Donnerstag, 7. Jan 2010 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Jan 2010 / 00:20 Uhr

Brüssel - Die EU-Kommission hat erste wichtige Aufträge für das Satellitennavigationssystem Galileo vergeben. Das milliardenschwere System, an dem sich auch die Schweiz beteiligen möchte, soll ab 2014 in Betrieb gehen.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll ab 2014 in Betrieb gehen.
Das Satellitennavigationssystem Galileo soll ab 2014 in Betrieb gehen.
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Die nun erfolgte Vergabe der ersten Tranche von Aufträgen betraf die Systemunterstützung, die Satelliten und Startdienstleistungen. Beim deutschen Raumfahrtkonzern OHB wurden die ersten 14 Satelliten für rund 566 Mio. Euro bestellt. Im Rennen um diesen Auftrag stach OHB den grösseren Konzern EADS-Astrium aus.

Da mit den beiden Unternehmen ein sogenannter Rahmenvertrag abgeschlossen wurde, ist klar, dass die restlichen der insgesamt 30 Satelliten an OHB oder EADS vergeben werden. Die Kommission setzt auf zwei Lieferanten, «um die Risiken insbesondere im Hinblick auf die Lieferzeiten zu verringern und die Flexibilität zu erhöhen».

Der an die italienisch-französische ThalesAleniaSpace vergebene Auftrag über die Systemunterstützung umfasst die erforderlichen industriellen Dienstleistungen, mit denen die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bei der Integration und Validierung des Galileo-Systems unterstützt wird. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 85 Mio. Euro.

Schweizer nur als Subunternehmen

Mit dem Start von fünf Sojus-Trägerraketen, die je zwei Satelliten ins All bringen, wurde Arianespace aus Frankreich beauftragt. Hier geht der Vertrag über 397 Mio. Euro. Die letzten drei Aufträge für Bodeneinrichtungen, das Bodenkontrollsystem sowie den Betrieb sollen bis Mitte 2010 vergeben werden. Schweizer Firmen können sich grundsätzlich auch beteiligen, allerdings nur als Subunternehmen.

Schon seit längerer Zeit führt die Schweiz mit der EU Gespräche über eine direkte Beteiligung bei Galileo. Das Verhandlungsmandat des Bundesrates liegt seit März 2009 vor. Die Verhandlungen werden aus Schweizer Sicht mit dem Ziel angestrebt, einen weitgehenden Zugang zu den Dienstleistungen des Systems zu erhalten.

Seitens der EU steht der Entscheid für ein Verhandlungsmandat noch aus.

(bert/sda)

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