EU will Bahn sicherer machen - SBB unterstützt Vorgehen
publiziert: Dienstag, 8. Sep 2009 / 22:51 Uhr

Brüssel - Die EU will das Sicherheitsniveau im Bahnverkehr erhöhen. Dazu sollen einheitliche Zertifizierungen und Kontrollen beitragen, wie es am Rande einer Konferenz zu diesem Thema in Brüssel hiess. Die SBB unterstützt eine klare Regelung auf europäischer Ebene.

Bahnübergang in Schweden.
Bahnübergang in Schweden.
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Für die Schweiz sei ein europäischer Ansatz, der nebst den EU-Staaten auch alle weiteren europäischen Länder einschliesst, wichtig, erklärte Hans Vogt, Leiter Sicherheit der SBB, in Brüssel gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Schienenverkehr erstrecke sich letztlich über das gesamte europäische Netz.

Vogt nahm an der Konferenz zum Thema «Bahn-Sicherheit: Der Weg in die Zukunft» teil. Diese wurde nach dem Unglück im italienischen Viareggio einberufen, bei dem Ende Juni wegen der Entgleisung von Bahnwagen mit Flüssiggas 24 Menschen ums Leben gekommen waren.

Momentan gebe es verschiedene nationale Ansätze im Sicherheitsbereich, sagte Vogt. Für den europäischen Bahnverkehr sei es wichtig, dass alle in den Prozess involvierten Partner ihren Sicherheitsaufgaben nachkämen. Diese müssten für die Behörden überprüfbar sein. Deshalb beurteilt Vogt die Schaffung einheitlicher Zertifizierungen als sinnvoll.

Diese sowie die Wartung und Vereinheitlichung von Kontrollen waren auch die Hauptpunkte im Votum von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani zu diesem Thema. Gegenüber den Medien erklärte er, dass auf diesem Gebiet «deutliche Fortschritte» erwartet würden.

Stärken will die EU-Kommission zudem die Rolle der Europäischen Eisenbahnagentur. Sie soll grössere Befugnisse erhalten, unter anderem bei Unfalluntersuchungen, aber auch bei Kontrollen. Die Agentur hat die Aufgabe, die Sicherheit und Zusamenarbeit der Eisenbahnen in Europa zu verbessern.

(ht/sda)

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