EU will Beziehungen zu Kuba analysieren
publiziert: Freitag, 24. Jul 2009 / 07:01 Uhr

Havanna - Die EU-Kommissarin für Auswärtige Beziehungen, Benita Ferrero-Waldner, hat am Donnerstagabend in Kuba ihre Lateinamerika-Reise beendet. Zu einem von der EU gewünschten Treffen mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro kam es aber nicht.

Benita Ferrero-Waldner: Keine Gespräche mit Präsidenten Raúl Castro.
Benita Ferrero-Waldner: Keine Gespräche mit Präsidenten Raúl Castro.
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Dieser war erst am Morgen von einer langen Reise durch Afrika nach Kuba zurückgekehrt.

Bei ihren Gesprächen unter anderem mit Aussenminister Bruno Rodríguez ging es dem Vernehmen nach vor allem darum, die Beziehungen der Europäer zu der kommunistisch regierten Insel zu analysieren. Ferrero-Waldner hatte zuvor auf einer grossen Lateinamerikareise Argentinien und Mexiko besucht.

Die EU hat ihre Beziehungen zu Kuba im Juni des vergangenen Jahres normalisiert, nachdem sie im Jahre 2003 nach der Verhaftung von 75 oppositionellen Dissidenten eingefroren worden waren. Allerdings haben sich die Europäer vorbehalten, die Menschenrechtslage weiterhin zu überprüfen.

Für die Zeit bis 2011 hat Brüssel 37 Millionen Euro für die Kooperation mit Kuba bereitgestellt. Ausserdem wurde Kuba eine Soforthilfe in Höhe von 4,5 Millionen Euro nach den zerstörerischen Hurrikans des vergangenen Jahres zugebilligt.

(tri/sda)

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