EU will tiefere Roaming-Gebühren
publiziert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 19:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Jul 2006 / 15:25 Uhr

Brüssel - Die EU-Kommission will niedrigere Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland erzwingen. Die Gesprächskosten sollen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden.

Swisscom kritisierte den Eingriff.
Swisscom kritisierte den Eingriff.
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Der Verordnungsentwurf sieht zudem eine Obergrenze für die Kosten bei der Annahme von Anrufen vor. In einem wettbewerbsfähigen Markt gebe es normalerweise einen Zusammenhang zwischen Kosten und Preisen, sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding vor den Medien in Brüssel. Doch beim Roaming der Telekommunikationsanbieter sehe sie das weiterhin nicht.

Daher sieht die EU-Kommission Regulierungsbedarf bei Handy-Anrufen im Ausland. Gemäss dem Verordnungsentwurf, der vom EU-Ministerrat und dem Parlament noch debattiert werden muss, soll die EU möglichst schon ab Mitte 2007 in die Preise, welche die Handyanbieter untereinander verrechnen, eingreifen.

Fixe Obergrenze

Sechs Monate nach In-Kraft-Treten der Regelung will die Kommission automatisch fixe Obergrenzen für die Roaming-Tarife beim Endkunden vorschreiben. Dabei soll maximal ein Zuschlag von 30 Prozent auf dem Grosshandelspreis erlaubt sein. Für ankommende Anrufe soll die Regelung bereits vor der sechsmonatigen Anpassungsphase gelten.

Wie EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, rechnet er mit Widerstand aus einigen EU-Staaten. Während sich die europäische Konsumentenorganisation BEUC erfreut über den Vorschlag zeigte, übten die Mobilfunkbetreiber deutliche Kritik.

Warnung der Branche

Der europäische Branchenverband GSM Association warnte vor grossem Schaden für den Roaming-Markt. Neue Tarifmodelle wie etwa Minutenpakete würden damit praktisch unmöglich gemacht.

Der Schweizer Marktführer Swisscom, der bei GSM Mitglied ist, kritisiert den regulatorischen Eingriff in den Markt ebenfalls. Da jedoch Roaming-Abkommen bilateral ausgehandelt würden, wie Swisscom- Sprecher Christian Neuhaus erklärte, sieht er keine direkten Auswirkungen auf die Schweiz.

Sinkende Preistendenz

«Doch wir beobachten den Markt», fügte er an. «Die Tendenz in unserer Branche sind sinkende Preise.»

(ht/sda)

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