EURO 2008: Bundesrat Schmid zieht positive Bilanz
publiziert: Donnerstag, 20. Nov 2008 / 09:26 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Nov 2008 / 11:57 Uhr

Bern - Die Fussballeuropameisterschaft EURO 2008 ist ein Erfolg gewesen. Bundesrat Samuel Schmid hat das vor den Bundeshausmedien wiederholt. Die daraus zu ziehenden Lehren kann das Land für künftige Anlässe ähnlichen Ausmasses nutzen.

Die Wertschöpfung liegt bisher noch hinter den Erwartungen.
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Die 15 Fussballspiele seien perfekt organisiert gewesen, hinzu sei ein grosses, friedliches und verbindendes Volksfest gekommen, ist dem EURO-Bericht für den Bundesrat zu entnehmen. Die Atmosphäre sei gut und bisweilen euphorisch gewesen.

Die Sicherheitsplattform funktionierte gemäss dem Bericht gut. Sie ermöglichte eine effiziente Koordination zwischen Bund, Kantonen, Städten und Privaten. Das Gros des Verkehrsaufkommens wurde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abgewickelt.

Selbst bei den Finanzen endet der Anlass in Minne: Der vom Parlament gesprochene Kredit von 82,5 Millionen Franken dürfte nur zu 90 Prozent aufgebraucht werden. Die Quellensteuer von den Aktiven brachte 4,3 Millionen Franken ein, 1,3 Millionen davon gehen an den Bund.

Grossanlass nicht lokal durchfürbar

In der Bilanz finden sich indessen auch weniger rosige Aspekte, besonders bei der erhofften Wertschöpfung. Die Voraussagen rieten zur Vorsicht, heisst es im Bericht. Es sei realistisch, weder makroökonomische Ergebnisse noch nachhaltige wirtschaftliche Effekte zu erwarten.

Nach Ansicht von Bundesrat Schmid wäre die Durchführung von Olympischen Winterspielen in der Schweiz nur auf nationaler Ebene möglich. Er glaubt nicht, dass sich ein solcher Grossanlass auf Genf oder St. Moritz beschränken könnte. Viel Koordinationsarbeit auf allen Ebenen sei dazu nötig.

(bert/sda)

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