Olympia - Ski alpin: Riesenslalom Männer
Eberharter gewann Gold - Schweizer Skiteam am Tiefpunkt
publiziert: Donnerstag, 21. Feb 2002 / 22:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Feb 2002 / 00:59 Uhr

Park City - Das Schweizer Skiteam ist von allen guten Geistern verlassen. Jetzt versagten in Park City auch noch die «Riesen»-Fahrer. Didier Cuche (10.) und Michael von Grünigen (11.) verpassten die Medaillen klar. Dafür wurde mit Stephan Eberharter ein anderer «Loser» zum grossen Gewinner.

MvG im Ziel, die Enttäuschung ist ihm anzusehen.
MvG im Ziel, die Enttäuschung ist ihm anzusehen.
Zwei Rennen vor Schluss, und weiterhin warten die alpinen Skifahrer auf eine Medaille. Bereits werden Erinnerungen wach an die Olympischen Spiele 1964 in Innsbruck, als die Schweizer Skifahrer letztmals ohne eine einzige Auszeichnung nach Hause zurückkehrten. Oder an Albertville 1992, als Steve Locher mit glückhaftem Kombi-Bronze die totale Pleite verhinderte.

Jetzt ruhen die allerletzten Hoffnungen auf Sonja Nef und dem «Riesen-«Team der Frauen, die heute Freitag antreten. Dass Urs Imboden als -- neben von Grünigen -- einziger selektionierter Slalomfahrer noch die Kastanien aus dem Feuer holt, glaubt kaum jemand.

Cuche und MvG Mühe mit der Piste

Schon nach dem ersten Lauf waren die Träume auf eine Medaille ausgeträumt. Cuche nur 12. und von Grünigen 13., mit 1,27 und 1,29 Abstand auf Leader Eberharter -- eine so schlechte Ausgangslage hatten die Schweizer in diesem Winter noch nie. Der Abstand von nur vier bis fünf Zehntel auf einen Medaillenplatz liessen noch minime Hoffnungen aufkommen, die aber im Keime erstickten. Die beiden Schweizer, denen die flache und weiche Piste nicht behagte, konnten sich lediglich um je zwei Positionen auf die Ränge 9 und 10 steigern. Dafür gabs im vermeintlich medaillenträchtigsten Rennen nicht einmal ein Diplom.

Cuche brachte sich durch zwei Fehler im ersten Lauf beim Übergang ins Flache um alle Chancen. «So etwas kann man auf dieser einfachen Piste nicht mehr korrigieren», meinte Cuche. «Jetzt schmerzt mich meine verpasste Gelegenheit im Super-G noch mehr». MvG liess in den flachen Abschnitten (nur 18. und 22.) enorm Zeit liegen, da nützte ihm auch die Bestzeit im Steilhang nichts mehr. «Klar wollte ich eine Medaille und bin enttäuscht, aber auf Grund des Saisonverlaufs mit meinen Verletzungen konnte ich doch nicht allzu viel erwarten». Didier Defago (14.) büsste 1,50 von 1,76 Sekunden durch einen Fehler im ersten Steilhang ein, und auch Youngster Tobias Grünenfelder blieb unter den Erwartungen und schied aus.

Medaillen-Stimulanz auch für Miller und Kjus

Stephan Eberharter, dessen Silber- und Bronzemedaille in der Abfahrt und im Super-G für ihn persönlich -- nach insgesamt acht Weltcupsiegen in dieser Disziplin -- Enttäuschungen darstellten, konterte ausgerechnet in der Sparte, in dem man ihm am wenigsten -- nur ein Weltcupsieg -- zugetraut hatte. Schon nach dem ersten Lauf führte er mit 0,74 Sekunden Vorsprung und diesen steigerte er sogar noch auf 0,88 Sekunden. Eigentlich hätte ihm nach der Abfahrt und dem Super-G nicht mehr viel passieren können, meinte Eberharter, «jetzt habe ich mit diesem Sieg alles noch 'getoppt'.» «Das ist einer der grössten Leistungen im Skisport», anerkannte Österreichs Skidirektor Hans Pum, «wenns einer verdient hat, dann Steff».

Die selbe Spirale, welche die erfolglosen Schweizer nach unten zieht, dreht andere nach oben. Neben Eberharter standen auch mit Bode Miller und Lasse Kjus zwei Athleten auf dem Podest, die bereits schon Medaillen gewonnen haben. Der Amerikaner, der im zweiten Lauf Bestzeit erzielte, errang bereits Silber in der Kombination, der Norweger war Zweiter in der Abfahrt.

(kil/sda)

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