Ecclestone kritisiert Villeneuve
publiziert: Samstag, 11. Jun 2005 / 18:28 Uhr

Der Konflikt im Sauber-Team, den Jacques Villeneuve im Laufe der vergangenen Woche vom Zaun gebrochen hat, ruft immer mehr Aussenstehende auf den Plan.

Jacques Villeneuves Äusserungen ziehen immer weitere Kreise. Bild:Archiv
Jacques Villeneuves Äusserungen ziehen immer weitere Kreise. Bild:Archiv
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Mittlerweile hat sich auch Bernie Ecclestone geäussert.

Ecclestone übt Kritik an Villeneuve, und indirekt rät er ihm sogar zum Rücktritt. "Wäre Villeneuve schnell, wäre er gut für unseren Sport. Ihm scheint aber die Motivation abhanden gekommen zu sein. Unter diesen Umständen tut er sich selber und auch sonst niemandem einen Gefallen", wird der Formel-1-Boss zitiert.

Manager äusserte sich zu den Vorwürfen

Im Namen Villeneuves äusserte sich dessen Manager Craig Pollock zu den Vorwürfen.

"Es stimmt mit Sicherheit nicht, dass Villeneuve die Motivation verloren hat", sagte der schottisch-schweizerische Doppelbürger. "Es überrascht mich, dass Bernie Ecclestone solche Dinge gesagt haben soll."

Pollock erstaunt

Pollocks Erstaunen ist verständlich, zumal sich Ecclestone einst höchstpersönlich für ein Engagement Villeneuves in der Formel 1 stark gemacht hatte. 1996 hatte der Kanadier bei Williams-Renault sein Debüt gegeben und war in der folgenden Saison Weltmeister geworden.

Der Glanz jener erfolgreichen Tage ist bei Villeneuve längst ab. Im Sauber-Team vermochte er bisher die Erwartungen von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht zu erfüllen. Für Schlagzeilen war Villeneuve nur abseits der Rennstrecke besorgt.

Kritik aus den Medien

Nach seiner Ankunft in Montreal kritisierte er im Vorfeld des Grand Prix von Kanada das Sauber-Team aufs Heftigste. Über die kanadischen Medien liess er unter anderem verlauten, dass die Fahrer bei seinem aktuellen Arbeitgeber keinen Einfluss nehmen könnten.

Erfahrung nicht gefragt

Seine Erfahrung sei nicht gefragt. "Niemand hat mich jemals um Rat gefragt. Und wenn ich welchen gab, stiess ich auf taube Ohren", ereiferte sich Villeneuve. Peter Sauber wollte nicht zusätzliches Öl ins Feuer giessen. "Solche Sachen werden wir nicht an einem Grand-Prix-Wochenende ausdiskutieren. Das wird dann zu Hause besprochen.

Offene Karten

Der Teamchef gab immerhin zu, dass Villeneuve den Erwartungen nicht gerecht worden sei. "Er ist zu langsam. Wir hatten erwartet, dass er mindestens so schnell sein würde wie Felipe Massa. Doch dies war bisher nicht der Fall."

Villeneuve sieht das Übel nicht bei sich selber, sondern primär beim Auto.

"Ich sah, wie konkurrenzfähig Sauber im vergangenen Jahr war und welch grosse Fortschritte das Team im Laufe der Saison gemacht hatte. Deshalb sind wir alle überrascht und enttäuscht, dass das neue Auto nicht mitzuhalten vermag. Und das Schlimme daran ist, dass niemand im Team zu wissen scheint, woran es liegt."

(kst/Si)

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