Ecuador akzeptiert britische Note zu neuem Dialog
Ecuador im Fall Assange gesprächsbereit
publiziert: Samstag, 25. Aug 2012 / 08:19 Uhr
Julian Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, das ihm am 16. August Asyl gewährt hat.
Julian Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, das ihm am 16. August Asyl gewährt hat.

Washington - Ecuador hat die Wiederaufnahme des Dialogs mit Grossbritannien im Fall Assange angekündigt. Staatschef Rafael Correa erklärte, London habe ihm versichert, die Wiener Konvention über die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen zu respektieren.

10 Meldungen im Zusammenhang
Dies stelle einen willkommenen Startpunkt für neue Gespräche mit London und Stockholm dar, um eine Lösung für den Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange zu finden, sagte Correa am Freitagabend (Ortszeit) in einer Fernsehansprache. Ecuador hatte Assange nach seiner Flucht in die Botschaft in London Asyl gewährt.

Noch kurz vor der Erklärung Correas hatte Ecuadors Aussenminister Ricardo Patiño in Washington gefordert, Grossbritannien müsse sich von dem angedrohten Eindringen in die ecuadorianische Botschaft distanzieren, um die Wiederaufnahme des Dialogs zu ermöglichen.

Correa sagte, die am selben Tag erhaltene Note des Foreign Office enthalte die erwartete Zusicherung, die von seiner Regierung «mit Freude» registriert werde.

OAS verurteilt Grossbritannien nicht

Wenige Stunden zuvor hatte die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf einer Sondersitzung die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen unterstrichen, ohne jedoch Grossbritannien wegen seiner Drohungen zu verurteilen.

Der britische Beobachter bei der OAS, Philip Barton, versicherte, Grossbritannien habe keineswegs die ecuadorianische Botschaft bedroht. Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, das ihm am 16. August Asyl gewährt hat.

Der 41-jährige Australier wird von der schwedischen Justiz wegen mutmasslicher Sexualdelikte per EU-weitem Haftbefehl gesucht. Er befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo er wegen Geheimnisverrats verurteilt werden könne. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte Zehntausende geheimer US-Depeschen veröffentlicht.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Quito/Wien - Ecuadors einziges Wochenjournal Vanguardia ist kürzlich völlig überraschend geschlossen worden - und das, ... mehr lesen
Präsident Rafael Correa: Freund oder Feind des Journalismus?
Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa (Archivbild) hat mit US-Vizepräsident Joe Biden telefoniert.
Quito/Washington/Moskau - In der Affäre um den flüchtigen ... mehr lesen 2
London - Ihr Engagement für Julian Assange kommt weitere Unterstützer des Wikileaks-Gründers teuer zu stehen: Nach der ... mehr lesen
Julian Assange hatte gegen Bewährungsauflagen verstossen.
Anhänger von Julian Assange organisieren sich.
Stockholm - Unternehmen und Behörden in Schweden sind am Montag ... mehr lesen
London - Der britische Aussenminister William Hague hat Ecuador aufgefordert, ... mehr lesen
Grossbritannien hat angekündigt, den 41-jährigen Australier festzunehmen, sobald er die Botschaft verlässt. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Guayaquil - Trotz des Streits mit London über den Fall Assange ist Ecuador weiterhin zu Gesprächen mit der britischen ... mehr lesen
Rafael Correa ist zu weiteren Gesprächen bereit.
Assange dankt Ecuador und fordert von Obama Ende von «Hexenjagd».
London - Wikileaks-Gründer Julian Assange hat bei seinem mit Spannung erwarteten ... mehr lesen
Washington - Die Aussenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) werden am kommenden Freitag (24. ... mehr lesen
Organisation Amerikanischer Staaten.
Quito - Der frühere spanische Richter Baltasar Garzón wird Wikileaks-Gründer Julian Assange kostenlos vertreten. Dessen Fall betreffe sowohl die Menschenrechte als auch die Demokratie und die Meinungsfreiheit, sagte Garzón am Freitag in Ecuador. Assange sei weder ein Pirat noch ein Terrorist, sagte der Jurist. mehr lesen 
7,6 Millionen Menschen wurden innerhalb der syrischen Grenzen vertrieben - das sind rund 40 Prozent gesamten Bevölkerung.
7,6 Millionen Menschen wurden innerhalb der ...
Zahl stieg um elf Millionen  Genf - Bewaffnete Konflikte haben 2014 so viele Menschen zu Vertriebenen im eigenen Land gemacht wie wahrscheinlich nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Zahl der sogenannten Binnenflüchtlinge stieg um elf Millionen. 
Libyen: Halbe Million Menschen in Flucht getrieben Tripolis - Die Kämpfe in Libyen haben in den vergangenen Monaten eine ... 1
'Mörder, Mörder'  Skopje - Bei Krawallen im Zuge einer Demonstration gegen die mazedonische Regierung sind mindestens 19 Menschen verletzt ...
Bei den Krawallen sind mindestens 19 Menschen verletzt worden, darunter 15 Polizisten und ein Fotograf.
'Abscheuliche Ansichten'  London - Zwei Tage vor der britischen Parlamentswahl hat die ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Man... vergisst bei der Vorstellung der herannahenden Flüchtlings-Apokalypse ... heute 12:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Überall... sucht man die Schuldigen für die brutalen Entwicklungen im Mittleren ... gestern 17:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Gerade... Mexiko und Brasilien spiegeln die gewaltigen sozialen Probleme des ... gestern 12:50
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Zustrom Peter Sutherland, der UN-Sonderbeauftragte für internationale Migration ... gestern 12:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Angesichts.... der Bewaffnung und Stärke, der Aggressivität und Ausbreitung von B H ... Mo, 04.05.15 17:22
  • Kassandra aus Frauenfeld 1327
    Es pfanzt sich fort... Die wegen Rassenwahn fast Ausgerotteten werden selbst wieder ... Mo, 04.05.15 17:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Scheint... momentan einiges schief zu laufen. Aufgrund des demografischen Wandels ... Mo, 04.05.15 12:52
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Dass... äthiopische Juden meist sehr zionistisch eingestellt sind wird im ... Mo, 04.05.15 12:29
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 15°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 11°C 17°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten