Ehemalige KZ-Häftlinge warnen vor Verharmlosung
publiziert: Sonntag, 15. Jul 2007 / 17:09 Uhr

Weimar - Ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald haben vor der Verharmlosung des Faschismus gewarnt. Anlass war die Gedenkveranstaltung zum Bau des KZ Buchenwald vor 70 Jahren.

Nationalsozialistisches Gedankengut gedeihe dort, wo Politik versage.
Nationalsozialistisches Gedankengut gedeihe dort, wo Politik versage.
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Die guten Ansätze des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus würden durch die weltweite Ausbreitung von Krieg, Nationalismus und Rassismus überlagert, sagte der Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, Bertrand Herz, in Weimar.

Eine grössere Unterstützung für Initiativen gegen Rechtsextremismus durch die Regierung forderte der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan Kramer. Nationalsozialistisches Gedankengut gedeihe dort, wo Politik versage. Deshalb müsse die Ausgrenzung von Minderheiten wie Flüchtlingen beendet werden.

Der Thüringer Kultusminister Jens Goebel übergab den ehemaligen Häftlingen symbolisch ein Totenbuch mit 38'049 Namen von Menschen, die in Buchenwald starben oder umgebracht wurden. Für die Recherche hatten 17 Mitarbeiter zehn Jahre lang mehrere Archive weltweit ausgewertet.

«Die Nationalsozialisten haben versucht, Menschen zu Nummern zu machen, ihnen ihre Identität zu rauben», sagte Goebel. Mit dem Buch erhielten die Opfer ihren Namen zurück.

(li/sda)

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