Ehemann von Baselbieter Regierungsrätin verurteilt
publiziert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 18:10 Uhr

Basel- Der Ehemann der Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro ist zu 18 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt worden. Das Basler Strafgericht sprach ihn der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig. Zwei weitere Angeklagte erhielten 12 und 6 Monate.

Bei einer internen Revision flogen die Fälle auf.
Bei einer internen Revision flogen die Fälle auf.
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Neben ungetreuer Geschäftsbesorgung hielt das Strafgericht Peter Pegoraro und seinen Mitangeklagten auch mehrfache Urkundenfälschung vor. Nach Aufassung des Gerichts hatten die drei Ex-Kaderleute der Treuhandfirma Itag Kompensationsgeschäfte unkorrekt abgewickelt und dabei einzelne Kunden zu Lasten anderer geschädigt.

Pegoraro hatte in der Verhandlung Unkorrektheiten nur in einer begrenzten Zahl von Fällen zugestanden, und dies ohne jede Bereicherungsabsicht. Dennoch akzeptierte er das Urteil. Ein weiterer Angeklagter erklärte, unter erheblichem Druck seines ehemaligen Chefs Fritz Schuhmacher gestanden zu sein.

Der Staatsanwalt hatte für Pegoraro eine unbedingte Strafe von zwei Jahren und für die beiden andern Angeklagten zwölf und sechs Monate bedingt gefordert. Die Verteidigung beantragte bedingte Strafen: für Pegoraro höchstens acht Monate und für die andern Angeklagten zwischen zwei und höchstens zwölf Monaten.

Ehefrau und Justiz- und Polizeidirektorin weiss von nichts

Zu den Transaktionen war es in den Jahren 1999 bis 2002 nach dem Ende der Börsenhausse gekommen. Bei einer internen Revision flogen die Fälle auf. In der Folge entliess die Itag zwei der Angeklagten und reichte Strafanzeige ein. Der dritte verlor seine Kaderfunktion.

Die Baselbieter Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro (FDP) hatte vor dem Prozess wiederholt beteuert, von den Unregelmässigkeiten nichts gewusst zu haben. Bei den kantonalen Wahlen vom 11. Februar 2007 tritt sie erneut an.

(smw/sda)

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