Ehrlichkeit getestet: Zürich liegt weltweit im Mittelfeld
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2007 / 09:50 Uhr

Die slowenische Hauptstadt Ljubljana und die kanadische Metropole Toronto sind die ehrlichsten Städte weltweit. Das ist das Ergebnis eines Feldversuchs, den das Magazin Reader’s Digest weltweit in 32 Grossstädten gemacht hat.

Reader’s Digest machte Test: Wo werden verlorene Handys zurück gegeben? – Zürich nur im Mittelfeld.
Reader’s Digest machte Test: Wo werden verlorene Handys zurück gegeben? – Zürich nur im Mittelfeld.
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Dabei hatten Testpersonen wie zufällig ein Handy verloren oder absichtlich liegen gelassen. In Ljubljana wurden von 30 «verlorenen» Handys insgesamt 29 zurück gegeben, in Toronto waren es 28 von 30.

Zürich als einzige getestete Schweizer Stadt landete im unteren Mittelfeld. Ehrlichkeit hat auf der Welt einen höheren Stellenwert als anfangs vermutet, so das Fazit der Zeitschrift: Mehr als zwei Drittel aller weltweit «verlorenen» Mobiltelefone kamen wieder zurück.

In seiner August-Ausgabe berichtet das Magazin ausführlich über den Versuch. Vor einem Jahr hatte Reader’s Digest zur selben Zeit einen grossen Höflichkeits-Test auf die Beine gestellt, diesmal rückte die Frage «Wie ehrlich ist die Welt?» in den Mittelpunkt der Untersuchung. Insgesamt 960 Handys der mittleren Preisklasse wurden für den Test ausgewählt und an exponierten Plätzen wie an Bushaltestellen, in Cafes oder auf Parkbänken absichtlich zurück gelassen.

Dabei zeigte sich sehr schnell, dass Wohlstand nicht unbedingt eine Garantie für Ehrlichkeit ist.

Frauen sind ehrlicher

So nahm im reichen Auckland (Neuseeland) eine gut gekleidete Dame das Handy mit, das in einem Nobelkaufhaus deponiert worden war. Das krasse Gegenbeispiel: Eine arme Brasilianerin, die mit ihren drei kleinen Kindern in Sao Paulo das Handy in einem Park gefunden hatte, überreichte das Gerät umgehend wieder an den Reporter von Reader’s Digest. Auffällig war ohnehin: Frauen gaben das Mobiltelefon häufiger zurück als Männer.

In den meisten Fällen begründeten die Finder ihre Ehrlichkeit damit, dass ihnen selbst schon einmal ein Wertgegenstand abhanden gekommen sei und man dieses Erlebnis anderen Mitmenschen ersparen wolle. Manche dachten an die gespeicherten Daten, die für den Besitzer wichtig sind. Andere begründeten ihr Vorgehen mit der Werte orientierten Erziehung im Elternhaus.

Von den weltweit 960 «verlorenen» Handys kehrten 654 zurück. Das sind immerhin 68 Prozent. Aus Sicht von Paul Ekman, Psychologe an der Universität von Kalifornien, ist dies ein Beleg, dass kriminelles Vorgehen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht die Norm ist. «Die Menschen wollen anderen vertrauen. Und sie wollen, dass man ihnen vertraut», sagte Ekman dem Magazin.

Die Rangliste der zurückgegebenen Handys:
1 Ljubljana
2 Toronto
3 Seoul
4 Stockholm
5 Manila, Mumbai, New York
8 Auckland, Budapest, Helsinki, Prag, Warschau, Zagreb
14 Bangkok, Berlin, Paris, Saõ Paolo
18 Zürich, Mailand, Mexiko-Stadt
21 London, Sydney
23 Madrid,
24 Moskau
25 Buenos Aires, Singapur, Taipei
28 Lissabon
29 Amsterdam, Bukarest
31 Hongkong, Kuala Lumpur

(li/pd)

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