Erkrankungen mit BRCA1-Mutationen
Eierstockkrebs: Arthritis-Medikament tötet Zellen
publiziert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 09:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 12:22 Uhr
Eierstockkrebs könnte laut Studie zukünftig mit Auranofin behandelt werden.
Eierstockkrebs könnte laut Studie zukünftig mit Auranofin behandelt werden.

Das Gold enthaltende Medikament Auranofin, das zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt wird, könnte laut einer Studie der University of Plymouth die Prognose für Patientinnen mit Eierstockkrebs und einem fehlerhaften BRCA1-Gen verbessern. Mutationen von BRCA1 erhöhen das Risiko bei Eierstockkrebs und Brustkrebs. Bei 15 bis 20 Prozent der Eierstockkrebs-Erkrankungen liegt eine Mutation des Gens vor.

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DNA wird effektiv geschädigt

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Krebserkrankungen, bei denen eine Mutation von BRCA1 vorliegt, besser auf Medikamente reagieren, die die DNA schädigen. Krebszellen könnten damit eher zerstört werden. Derzeit finden Studien mit Auranofin für die Nutzung bei rezidivierendem Ovarialkarzinomen statt. Auf sie entfallen rund 90 Prozent der diagnostizierten Erkrankungen bei Eierstockkrebs.

Der Einsatz von bekannten Mitteln gilt laut Studienleiter Awadhesh Jha als vielversprechend, da ihre Wirkung auf den Körper gut erforscht ist. Die Forscher untersuchten die Wirkung von Auranofin auf Eierstockzellen, die im Labor hergestellt wurden. Ein Mangel des BRCA1-Proteins machte die Zellen für das Medikament angreifbarer. Zusätzlich zeigte sich, dass diese Zellen stärker geschädigt wurden. Es kam zu einem Bruch des DNA-Doppelstrangs.

37 Prozent der Zellen sterben

Aktuell wurde Auranofin mit OVCAR5 und SKOV3 bei zwei Arten von Zellen bei Eierstockkrebs getestet. Die BRCA1-Expressionswerte wurden dabei abgebaut und die Werte mit Kontrollen verglichen. Sogar vor der Entfernung von BRCA1 reagierten die SKOV3-Zellen stark auf das Medikament. Danach verringerte sich das Überleben der Krebszellen um bis zu 37 Prozent.

Auch bei der zweiten Zellart führte die Behandlung zu einer Reduzierung der Krebszellen. Die Forschungsergebnisse wurden im Magazin «Mutation Research/Fundamental and Molecular Mechanisms of Mutagenesis» veröffentlicht.

(pte)

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