Eiertanz um OpenID
publiziert: Freitag, 31. Okt 2008 / 07:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Okt 2008 / 07:31 Uhr

Mountain View/Redmond - Die «OpenID», die als umfassende digitale Identität fürs Internet gedacht ist, macht Fortschritte, allerdings nur kleine. Ab 2009 können User eine Windows Live ID zum Log-in auf Webseiten, die OpenID unterstützen, verwenden.

Google schafft gemäss NeoSmart Technologies einen eigenen, OpenID-artigen Standart.
Google schafft gemäss NeoSmart Technologies einen eigenen, OpenID-artigen Standart.
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Ab sofort gibt es eine Preview-Version des entsprechenden Integrationswerkzeugs, wie Microsoft im Rahmen der Professional Developer Conference verriet.

Kurz darauf hat auch Google vermeldet, dass man sich auf dem Weg in Richtung Single-Sign-On mittels OpenID befinde.

Wie schon andere Internetgrössen bleiben aber sowohl Google und Microsoft die Möglichkeit schuldig, dass User die Services der Unternehmen mit fremden OpenIDs nutzen.

«Eigener Standart»

Sowohl Google als auch Microsoft gewähren zunächst Webseiten-Entwicklern Einblick in ihre Ansätze zur Unterstützung von OpenID 2.0.

Google ermöglicht dabei, dass Webseiten Google-Accounts fürs Log-in akzeptiert werden und erntet scharfe Kritik von der Non-Profit-Organisation NeoSmart Technologies. Sie bemängelt, dass Google eigentlich gar nicht den OpenID-Standard umsetzt, sondern einen eigenen, OpenID-artigen Standart schafft.

Jedenfalls wird Google mit seinem Schritt OpenID-Provider, ebenso wie Microsoft. Das Redmonder Unternehmen hat angekündigt, seine Live IDs «irgendwann im Jahr 2009» allgemein mit OpenID-Funktionalität auszustatten.

Damit wird sich das Unternehmen zu Yahoo, das seine User Ende Januar dieses Jahres zu OpenID-Besitzern gemacht hat, und MySpace, das diesen Schritt im Juli getan hat, gesellen.

Noch keine fremden User

Allen vier Unternehmen ist gemein, dass sie selbst vorerst keine fremden OpenIDs fürs Log-in akzeptieren. Somit steigt zwar weiter die Zahl der Nutzer, die im Besitz einer OpenID für das universelle Log-in sind. Daran, dass sie für verschiedene grosse Service-Anbietern im Internet jeweils eigene Accounts brauchen, ändert sich aber noch nichts.

Obwohl sich 2008 somit ohne den wirklich grossen Erfolg für OpenID dem Ende zuneigt, bleiben Verfechter der Technologie zuversichtlich. «Es gibt keine wirkliche Alternative fürs Single-Sign-On», meint Thomas Huhn, Betreiber des OpenID Blog Germany. Die Technologie geniesse breite Unterstützung in der Industrie und mit Googles Dienst Blogger akzeptiert ein Dienst des Internetriesen bereits fremde OpenIDs.

«Daher vermute ich, dass Google als erstes eine vollständige OpenID-Unterstützung schaffen wird», meint Huhn. Wann das universelle Log-in im Internet wirklich umfassend funktionieren wird, sei derzeit aber nicht wirklich einzuschätzen.

(bert/pte)

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