Gesundheit
Ein Drittel aller Alzheimer-Fälle können verhindert werden
publiziert: Mittwoch, 16. Jul 2014 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jul 2014 / 09:59 Uhr
Alzheimer kann vorgebeugt werden
Alzheimer kann vorgebeugt werden

Weltweit kann eine von drei Alzheimer-Erkrankungen verhindert werden, wie eine neue Studie der University of Cambridge ergeben hat. Laut dem Team um Carol Brayne gehören zu den Hauptrisikofaktoren der Mangel an Bewegung, Rauchen, Depressionen und eine schlechte Bildung.

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Eine Studie aus dem Jahr 2011 hatte bereits nachgewiesen, dass einer von zwei Fällen verhindert werden könnte. Laut Simon Ridley von Alzheimer's Research UK ist das Alter der grösste Risikofaktor.

106 Mio. Fälle bis 2050 erwartet

Die Forscher analysierten bevölkerungsbezogene Daten, um die Risikofaktoren für Alzheimer zu ermitteln. Diese sind Diabetes, Bluthochdruck und Fettsucht in der Lebensmitte, mangelnde körperliche Aktivitäten, Depressionen, Rauchen und niedrige Bildungsabschlüsse. Ein Drittel der Erkrankungen ist mit veränderbaren Faktoren des Lebensstils in Zusammenhang zu bringen. Dazu gehören zu wenig Sport und das Rauchen.

Eine Reduktion jedes Risikofaktors um zehn Prozent könnte bis 2050 neun Mio. Fälle verhindern. Allein in England würde eine Verringerung der Risikofaktoren um zehn Prozent die Anzahl der Erkrankungen um 8,8 Prozent beziehungsweise 200.000 Fälle senken. 2050 könnten über 106 Mio. Menschen weltweit an Alzheimer erkrankt sein. Die Zahl ist fast drei Mal so hoch wie die Anzahl der Erkrankungen im Jahr 2010.

Veränderter Lebensstil beugt vor

Laut Brayne gibt es zwar keine einzelne Möglichkeit zur Behandlung einer Demenz. Es könnte jedoch möglich sein, Schritte zu unternehmen, die das Risiko einer Erkrankung verringern. «Wir kennen viele dieser Risikofaktoren und wissen, dass sie häufig zusammenhängen. Setzt man bei der mangelnden körperlichen Aktivität an, verringert sich dadurch auch das Auftreten von extremem Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Dadurch kann zumindest bei manchen Menschen eine Demenz verhindert werden.»

Ridley ergänzt: «Wir wissen nicht genau, wie die Mechanismen hinter den Risikofaktoren das Auftreten der Krankheit konkret beeinflussen.» Laut dem Experten leiden allein in Grossbritannien über 820 000 Menschen an Alzheimer. Mit der steigenden Lebenserwartung könnte diese Zahl weiter stark zunehmen. Die aktuelle Studie zeige allerdings auch, dass viele Erkrankungen nicht auf veränderbare Risikofaktoren zurückzuführen sind. Damit werde wieder einmal klar, wie dringend notwendig Investitionen in die Forschung sind.

 

 

(jz/pte)

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