Ein Drittel der Schüler schummelt per Handy
publiziert: Samstag, 27. Jun 2009 / 10:49 Uhr

San Francisco - Der Siegeszug moderner Kommunikationstechnologien bei Jugendlichen stellt die Verantwortlichen im Bildungssektor vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Vor allem das Handy, das mittlerweile zu einem ständigen Begleiter der jüngeren Generation geworden ist, entpuppt sich dabei als zunehmendes Problem.

Das Verschicken von Prüfungsantworten empfindet knapp die Hälfte der Schüler als eindeutiger Betrug.
Das Verschicken von Prüfungsantworten empfindet knapp die Hälfte der Schüler als eindeutiger Betrug.
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Neben der störenden Nutzung im Unterricht wird es von den Schülern nämlich auch immer öfter dazu eingesetzt, um bei Prüfungen zu schummeln. Wie die US-Non-Profit-Organisation Common Sense Media aktuell feststellt, missbrauchen in den Vereinigten Staaten inzwischen bereits rund 35 Prozent der Middle- und High-School-Schüler ihr Mobiltelefon für derartige Zwecke.

Als besonders alarmierend wird dabei der Umstand gesehen, dass beinahe ein Viertel der Schulkinder mit diesem Vorgehen keinerlei Probleme zu haben scheint und es nicht bewusst als Betrug empfindet.

Laut der von Common Sense Media vorgelegten Untersuchung halten 41 Prozent der US-Schüler der siebenten bis zwölften Schulstufe das Speichern von bestimmten Notizen auf einem Handy, die im Fall einer Prüfung schnell eingesehen werden können, für ein «ernsthaftes Schummel-Vergehen». Rund 23 Prozent sehen in einem entsprechenden Vorgehen aber keinen Grund für ein schlechtes Gewissen.

Bedingungen im Bildungssektor über den Haufen geworfen

Gleichzeitig gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie das Verschicken von Textnachrichten mit Prüfungsantworten eindeutig als Betrug empfinden würden. An die 20 Prozent haben in dieser Hinsicht keinerlei Bedenken. «Das mangelnde Unrechtsbewusstsein ist sicher ein Problem. Hier ist es aber auch Sache der Eltern, ihre Sprösslinge beim Erwerb eines Handys darüber aufzuklären, wofür sie es verwenden dürfen und wofür nicht», meint Kraus.

«Diese Ergebnisse sollten ein Weckruf für Lehrer und Eltern sein», ermahnt James Steyer, CEO und Gründer von Common Sense Media. Mobiltelefone und Internet hätten die Bedingungen im Bildungssektor grundlegend über den Haufen geworfen und gewissermassen als «unbeabsichtigte Konsequenz» auch das Schummeln wesentlich vereinfacht.

«Die Forderung ist klar: Eltern und Lehrer müssen sich stärker damit auseinandersetzen, wie Kinder heute Technologien für Schummelzwecke nutzen und ihnen klipp und klar zu verstehen geben, dass sie mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie beim Mogeln erwischt werden», so Steyer.

(ht/pte)

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