Otts Frauen gewinnen weiter
Ein EM-Start fürs Geschichtsbuch
publiziert: Montag, 25. Nov 2013 / 12:34 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Nov 2013 / 20:58 Uhr
Die Schweizerinnen setzen ihre Erfolgsserie fort. (Archivbild)
Die Schweizerinnen setzen ihre Erfolgsserie fort. (Archivbild)

An den Curling-Europameisterschaften in Stavanger setzten die Schweizer Frauen ihren Siegeszug fort. Die Männer hingegen kassierten mit 6:8 gegen Norwegen die zweite Niederlage.

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Mirjam Ott aber legte in Norwegen einen Start fürs Geschichtsbuch hin. Fünf Siege hintereinander zu Beginn des Turnieres sind auch für die erfolgsverwöhnte und routinierte Berner Curlerin eine Seltenheit. Erst einmal gelang Mirjam Ott (42) ein noch besserer Start. Vor acht Jahren in Garmisch-Partenkirchen gewann sie sogar die ersten sechs Spiele. Damals resultierte am Ende die Silbermedaille. Auch Luzia Ebnöther vor 14 Jahren in Chamonix startete mit vier Siegen in eine EM; am Ende holte sie Bronze. Nur 1994 in Sundsvall holte Graziella Grichting nach einem derart guten Auftakt (5:0 Siege) keine Medaille.

Nach den Favoritensiegen gegen Dänemark (8:5), Norwegen (7:2) und Lettland (9:7) besiegten die Schweizerinnen am Montagvormittag mit Schweden (7:3) ein erstes Spitzen-Team. Die Mannschaft um Margaretha Sigfridsson, die unüblich für einen Skip ihre Steine jeweils als erste abgibt, holte an den letzten drei Welt- und Europameisterschaften stets eine Medaille. Aber auch die Schwedinnen vermochten das Team des Curlingclubs Davos um Mirjam Ott nicht richtig zu fordern. Schweden ging mit einem gestohlenen Stein zwar in Führung, dann buchten die Schweizerinnen mit dem Vorteil des letzten Steins dreimal (im dritten End zum 2:1, im sechsten End zum 4:2 und im achten End zum 6:3) zwei Punkte. Und im neunten End führten sie mit einem weiteren gestohlenen Punkt zum 7:3 das vorzeitige Ende herbei. Im zweiten Spiel des Tages setzte Mirjam Ott ihren Siegeszug gegen Italien mit einem nie gefährdeten 10:1-Sieg fort.

Fatales 6. End

Nicht viel weniger gut, aber markant weniger effizient trat in Norwegen bislang das Schweizer Männer-Team auf. Die drei Berner (Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Skip Sven Michel) und Claudio Pätz aus Uster verloren ihr einziges Spiel am Montag gegen Favorit Norwegen mit 6:8. Die Schweizer feierten bislang Pflichtsiege gegen Frankreich und Tschechien, kamen gegen Schottland (auch dank gegnerischer Unterstützung) zu einem feinen Sieg, verloren aber die zwei umkämpften Spiele gegen die Favoriten Schweden und Norwegen knapp. Hinter den noch ungeschlagenen Norwegern und Dänen führen die Schweizer ein vierköpfiges Verfolgerfeld an, das am Dienstag und Mittwoch um zwei Plätze in den Playoffs kämpft.

Die Partie gegen Norwegen hatte für die Schweizer optimal begonnen. Die Schweizer führten nach zwei Ends 2:0 und nach dem vierten End mit 3:1. Dann folgte aber die erste halbstündige Schwächephase im Turnier. Die Norweger glichen zuerst zum 3:3 aus (5. End) und realisierten nach der fünfminütigen Halbzeitpause mit drei gestohlenen Steinen im 6. End die Vorentscheidung. Claudio Pätz leitete mit einem verfehlten Doppel-Takeout mit dem sechsten Stein das Unheil ein. Danach vermochte auch Skip Sven Michel mit seinen beiden Steinen das Unheil nicht mehr zu korrigieren. "Diese Fehler kosteten uns diese Partie. Das ist natürlich ärgerlich, zumal wir das Spiel sehr gut begonnen hatten."

Noch ist aber auch für das Männer-Team vom CC Adelboden nichts verloren. An ihrem vierten Grossanlass möchte das Team um Sven Michel endlich erstmals in die Playoffs; bislang wurde dieses Ziel dreimal verpasst (6. EM 2011, 6. EM 2012, 7. WM 2013). Am Dienstag bietet sich eine gute Chance, dieses Unterfangen voranzutreiben. Gegen Lettland (2-3) und Finnland (1-4), zwei Mannschaften der unteren Ranglistenhälfte, könnte mit zwei weiteren Siegen der aktuelle 3. Platz gefestigt werden.

(fest/Si)

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