Ein Ende der Spamflut in Sicht ?
publiziert: Freitag, 25. Mai 2007 / 09:49 Uhr

Sterling - Das Internet-Gremium Internet Engineering Task Force (IETF) hat einer neuer Antispam-Technologie seine offizielle Zustimmung gegeben. Geht es nach den Entwicklern Yahoo, Cisco, Sendmail und PGP-Corporation, soll die Methode mit dem Namen «DomainKeys Identified Mail» (DKIM) die Spamflut künftig eindämmen können.

Die neue Methode verspricht mehr Sicherheit als aktuelle Antispam-Verfahren.
Die neue Methode verspricht mehr Sicherheit als aktuelle Antispam-Verfahren.
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Technik setzt auf verschlüsselte, digitale Signatur, um elektronische Nachrichten zuverlässig auf ihre Echtheit prüfen zu können.

Das Verfahren ist relativ einfach: Der Mail-Server des Absenders versieht die E-Mail automatisch mit einer Signatur. Der Server des Empfängers überprüft nun die Echtheit der Nachricht, indem er die Signatur mit dem Absender-Server vergleicht.

Spammer senden ihre E-Mails meist über einen anderen Server ab, als die E-Mail-Adresse vorgibt. Besitzt ein E-Mail nun eine falsche Adresse, so erkennt dies der Server, da die Signatur nicht übereinstimmt. Damit wird die Nachricht geblockt, da es sich höchstwahrscheinlich um Spam oder eine Phishing-Attacke handelt.

All dies geschieht für die Benutzer unsichtbar im Hintergrund, da die entsprechenden Informationen im Header der elektronischen Nachricht mitgeschickt werden.

Inhalt spielt keine Rolle mehr

Die Methode verspricht deutlich mehr Sicherheit als aktuelle Antispam-Verfahren, die beispielsweise mit Blacklists arbeiten. Weiter ist es bei der DKIM-Technik nicht notwendig, die E-Mails auf für Spam typische Eigenschaften zu überprüfen.

Der Inhalt spielt keine Rolle mehr, wodurch auch alle Techniken irrelevant werden, mit denen Spammer die Filter überlisten. Eine aktuell verbreitete Methode ist Bilderspam. Hier wird der Text in eine Bilddatei verpackt, wodurch Stichwortscanner wirkungslos werden.

Asymmetrisches Kryptosystem

Die bei DKIM verwendete Signatur basiert auf einem asymmetrischen Kryptosystem und gilt bislang als sicher. Der Nachteil von DKIM ist, dass beide beteiligten Server mit der Methode arbeiten müssen. Durch die Zustimmung der IETF hoffen die Entwickler nun, dass sich die aktuell geringe Verbreitung ändern wird.

«Die Hürde für die globale Verbreitung unserer Technologie ist um einiges kleiner geworden, jedoch noch nicht gänzlich beseitigt. Die E-Mail-Industrie ist derart gross, sodass viel Werbung, Aufklärung und Motivation von Anwendern nötig sein wird, um DKIM weltweit zum Einsatz zu bringen», schreibt Mark Delany, einer der Entwickler, in seinem Blog.

«DKIM ist an sich eine ganz gute Technik und der Einsatz macht prinzipiell Sinn, jedoch wird es keinen Spammer dauerhaft davon abhalten, seine E-Mails zu verschicken», zeigt sich Jens Freitag, technischer Sprecher des IT-Security-Unternehmens Sophos im Gespräch mit pressetext skeptisch. Eine gute Anti-Spam-Lösung berücksichtige viele verschiedene Methoden der Abwehr, meint Freitag.

(smw/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Beim Surfen im Internet werden digitale Spuren hinterlassen, in vielen Fällen nicht zum Vorteil der User.
Beim Surfen im Internet werden digitale ...
Lage in der Schweiz und International  Bern - Der 30. Halbjahresbericht der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) befasst sich mit den wichtigsten Cybervorfällen der zweiten Jahreshälfte 2019 in der Schweiz wie auch international. Schwerpunktthema im aktuellen Bericht bildet der Umgang und die Problematik von Personendaten im Netz. mehr lesen 
Kein Erfolg wegen fehlendem Domainnamen? Google Plus
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die ... mehr lesen  
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital ... mehr lesen  
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 9°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 11°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 15°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 21°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten