Durchschlag am Gotthard-Basistunnel
«Ein Freudentag für die Schweiz»
publiziert: Freitag, 15. Okt 2010 / 07:10 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Okt 2010 / 14:29 Uhr

Sedrun GR - Nach 17-jähriger Bauzeit ist es am heutigen Freitag soweit: Mit dem Durchschlag am Gotthard-Basistunnel werden sich Mineure aus Faido und Sedrun am Nachmittag die Hand reichen können. news.ch berichtet für Sie laufend von den neusten Ereignissen.

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Auf den letzten Metern mussten die Mineure das Arbeitstempo der Tunnelbohrmaschine aus Sicherheitsgründen stark drosseln. Am heutigen Freitag müssen nun noch 1,5 Meter weggefräst werden, ehe der Durchschlag vollbracht ist. Dieser ist für 14 Uhr vorgesehen.

Diesen historischen Moment verfolgen ab Mittag rund zweihundert geladene Gäste im Inneren des Tunnels mit eigenen Augen. Dazu zählt der noch amtierende Verkehrsminister Moritz Leuenberger.

Für ihn ist der Anlass das letzte Highlight seiner Amtszeit. Anwesend sein wird zudem Alt-Bundesrat Adolf Ogi. Der NEAT-Pionier hatte den Durchschlag einst als «Schritt in Richtung einer ökologischeren Verkehrspolitik» bezeichnet.

«Kleines Land steht gross da»

Mit dem 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel besitze die Schweiz neben dem höchstgelegenen europäischen Bahnhof auf dem Jungfraujoch einen weiteren Weltrekord, sagte Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG, am Freitagvormittag vor den Medien in Sedrun gemäss Redetext. Für Simoni steht das «kleine Land» damit «ziemlich gross» da.

Der Hauptdurchschlag im längsten Eisenbahntunnel der Welt sei ein «Freudentag» für die Schweiz und für Europa, sagte Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV) gemäss Redetext. Der Gotthard sei «einmal mehr bezwungen» worden. Er erinnerte daran, dass die Freude durch den Tod von acht Mineuren getrübt werde. Diese waren bei den Bauarbeiten ums Leben gekommen.

Erfolg gehört den Arbeitern

Der heutige Erfolg gehöre den Mineuren, Betonbauern, Elektrikern, Mechanikern, Maschinisten und Lokfahrern, sagte Luzi Gruber, Leiter Konzernbereich Industrial Construction bei Implenia. Über 2000 Mitarbeitende aus zahlreichen Ländern hätten seit beinahe 10 Jahren rund um die Uhr am «gigantischen Jahrhundertprojekt» gearbeitet.

Der Gotthard-Basistunnel ist ein Werk der Superlative. Er ist 57 Kilometer lang und in ihm sollen über 228 Kilometer Schiene sowie 190'000 Betonschwellen verlegt werden. Eröffnet werden kann der Bahntunnel eventuelll schon Ende 2016, ein Jahr früher als geplant.

Schwindelerregend sind auch die Kosten des Baus. Die Prognosen für den Gotthard-Basistunnel liegen heute bei 9,8 Mrd. Franken, für die gesamte Gotthard-Achse sogar bei 12,2 Mrd. - knapp 5 Mrd. über dem ursprünglich veranschlagten Preis.

 

 

 

(fkl/sda)

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Norditalien übernehmen?
Warum übernehmen? Wir könnten doch einfach Deutschland und Italien fluten, dann hätten wir Meeranschluss im Norden und im Süden und müssten erst noch keine Politiker übernehmen... ?
Genau in dieser Tradition steht die NEAT
Man kann wirklich darüber streiten ob sie in dieser Form, mit zwei Röhren am Lötschberg und am Gotthard, Sinn macht. Rentieren wird sie sicher nie. Aber solche Infrastruktur Projekte würden nie gebaut ohne Pioniergeist, Mut und Weitsicht. Unsere Nachfahren werden es uns danken. Genau so wie wir den Pionieren vergangener Bahnprojekte so viel zu verdanken haben. Da habe ich es mit Ihnen, ich bin sehr stolz auf mein Land.

Meinen Sie wirklich wir sollten Norditalien übernehmen? Dann hätten wir Typen wie Fini und andere Vollidioten auch noch im Parlament. Da wären Herren wie Mörgeli und andere ja die reinsten Lämmlein dagegen. Also nein, mit denen müssen wir uns nicht auch noch herumärgern. Die Alpen abzutragen würde jetzt keinen Sinn mehr machen, da hätten wir gestern völlig umsonst gefeiert. :-)
Pioniere vs Kritiker
Waren die alten Telefone mit Wählscheiben nicht aus Bakalit?

Nein, Steson, lassen wir die alte Forderung wieder aufleben: "Weg mit den Alpen und freie Sicht auf's Mittelmeer!". Norditalien gehört übernommen damit wir endlich Meeranschluss haben. Die Engpässe ab Chiasso können wir dann auch gleich selber ausbauen.

An alle Kritiker: Zur Zeit ist die Schweiz wohl das einzige Land in Europa das eine nachhaltige und zukunftsorientierte Verkehrspolitik auch anpackt und nicht nur darüber schnorrt. Ich bin stolz auf die Schweiz und deren Bürger. Ohne diesen Pioniergeist hätten wir auch den alten Gotthard Tunnel, die Rigi- oder die Jungfraufbahn nie gebaut.
Sie sagen es 78bakelit aus Lausen ...
"... ein fölliger blödsinn. ...", wie Sie es sagen, ist es wohl nicht ... oder wir werden dies erst in 10 Jahren oder mehr wägen können, was es bringt - diese neue Tunnelröhre!

Aber es gibt wirklich genug völlige Blödsinne, die begangen werden, weil es andere so wollen oder fordern ... Ich denke da an die EU, die diese Röhre als wichtig und wesentlich bezeichnet!
Grins
Ja genau. Noch besser wäre es, das Tessin und die Italos gäbe es gar nicht, dann hätte man dieses Loch nicht graben müssen. Oder man hätte die Eisenbahn nie erfunden. :-) Mit der Postkutsche wäre es gesünder, da müsste man ab und zu mal schieben.
78bakalit aus Lausen hat völlig recht
Tunnels solle man grundsätzlich abschaffen. Die Züge können ja auch über die Berge fahren und wenn es nicht geht, sollen die Passagiere ist erst noch gesünder.

Und überhaupt, was sollen eigentlich diese Scheissberge? Die sind ja eh nur für die Touristen. Wenn die Berge wollen, sollen sie sich gefälligst selber welche Schaufeln.
Das Volk wollte das
In mehreren Abstimmungen wurden die einzelnen Schritte bestätigt.

Ich zahle dieses Infrastruktur Projekt sehr gerne, es ist sinnvoll. Viel sinnvoller als Panzer und Banken zu kaufen und zu retten. Mit der EU hat das gar nichts zu tun. Das ist ein Schweizer Tunnel, dieses Weltwunder gehört uns. Ich bin sehr stolz auf mein Land.
Habe ich nicht gesehen
Um was ging es?
Der Tunnel Wahnsinn in der Schweiz
In der Schweiz wird heute am 15.Oktober. der Durchbruch vom Gothard Basistunnel erfolgen.
Was soll der Tunnel der Schweiz bringen?

Mehr lärmende, Schrottige, Cargo Züge, die durch die Schweiz donnern.
Höhere Billetpreise.
Die Schweiz braucht etwa 100 Jahre, zum den Kredit zurücK zu zahlen, ein fölliger blödsinn.

Politiker, die so fatal falsch entscheiden, sollten eifach veboten werden.

Wenn Die EU so ein Tunnel will, soll sie ihn doch selber bezahlen, schliesslich ist die
Schweiz nicht drin!!!!!!

Weniger Tunnels und günstigere Billetpreise, würden der Bevölkerung, in der
Schweiz, mehr nützen.
Vielen Dank auch...
...an alle, die dieses Jahrhundertbauwerk bezahlen... ?
.
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