Ein Jahr Gefängnis für Sportarzt Michele Ferrari
publiziert: Freitag, 1. Okt 2004 / 15:34 Uhr

Bologna - Der italienische Sportarzt Michele Ferrari wurde in Bologna wegen Sportbetrugs zu einem Jahr Gefängnis bedingt verurteilt. Freigesprochen wurde Ferrari dagegen vom Vorwurf, gefährliche, leistungsfördernde Substanzen verteilt zu haben.

Michele Ferrari hat illegal Pharmazeutika abgegeben.
Michele Ferrari hat illegal Pharmazeutika abgegeben.
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Der von einem grossen Medieninteresse begleitete Prozess in Bologna brachte allerdings trotz des Schuldspruchs kaum bemerkenswerte Erkenntnisse. Obwohl er illegal Pharmazeutika abgegeben hat, wurde der renommierte Arzt, der sich auch um den sechsfachen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong kümmerte, im eigentlich wichtigsten Anklagepunkt nicht verurteilt.

Bolognas Staatsanwalt Lorenzo Gestri hatte Ferrari sowie 15 weitere Mediziner und Apotheker unter anderem der Verteilung des Blutdopingmittels EPO beschuldigt und dafür 14 Monate Gefängnis unbedingt gefordert. Nun wurde der Schüler von Francesco Conconi neben einem Jahr Gefängnis bedingt zu einer Busse von 900 Euro und zu einem fast zwölfmonatigen Berufsverbot verurteilt.

(rp/Si)

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