«Ein Tanz auf rohen Eiern»
publiziert: Sonntag, 28. Aug 2005 / 17:00 Uhr

Thomas Lüthi verdankt seinen zweiten Grand-Prix-Sieg unter anderem seiner Risikobereitschaft im Regen gegen Ende des Rennens.

«Habe ganz einfach mehr riskiert.»
«Habe ganz einfach mehr riskiert.»
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Der Berner äusserte sich zudem zur Situation im Titelkampf und zu seinen häresten Konkurrenten.

Thomas Lüthi, wie sehr hat Sie die Pole-Position im Glauben bestärkt, das Rennen gewinnen zu können?

Lüthi: "Ich habe sicher daran gedacht, dass ich die gleiche Ausgangslage in Le Mans zu meinem ersten Sieg genutzt hatte. Ich wertete es als gutes Omen, abergläubisch bin ich aber nicht."

Dass Sie Ihren zweiten Sieg im Land von Teamsponsor Elit eingefahren haben, dürfte das Ganze noch spezieller machen.

"Auf jeden Fall. Vor so vielen eigenen Fans zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Zudem waren auch viele Zuschauer aus der Schweiz vor Ort, unter anderen auch meine Eltern und die beiden Schwestern."

Gegen Ende des Rennens vergrösserten Sie Ihren Vorsprung deutlich. Sind Sie der bessere Regenfahrer als etwa Mika Kallio?

"Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Ich habe ganz einfach mehr riskiert. Ich hatte damit gerechnet, dass das Rennen abgebrochen wird, und wollte deshalb unbedingt ganz vorne sein. Das Risiko hat sich gelohnt, obwohl es ein ´Tanz auf rohen Eiern´ war."

Sie haben bisher immer gesagt, dass Ihre Spitzenposition im Gesamtklassement noch wenig aussage. Ein Blick Richtung WM-Titel ist nun aber sicher erlaubt.

"Es sieht jetzt wirklich besser aus. Rechenspiele gibts deshalb aber keine. Ich werde auch weiterhin auf Angriff fahren."

Es scheint auf ein Duell mit Mika Kallio hinauszulaufen.

"Mika ist sicher mein härtester Konkurrent. Aber Gabor Talmacsi und Marco Simoncelli darf man ebenfalls nicht aus den Augen lassen."

Nach Ihrem Abstecher in die Türkei, wo Sie die neue Rennstrecke inspiziert haben, sind Sie Anfang Woche direkt nach Tschechien gereist. Wie haben Sie die Tage vor dem Grand Prix erlebt?

"Ich hatte für unseren Sponsor einige Termine zu erledigen. Das war aber eine ganz lockere Sache. Die Vorbereitung auf den Grand Prix hat dies überhaupt nicht tangiert."

Der nächste Grand Prix findet erst in drei Wochen in Japan statt. Was macht Tom Lüthi bis zur Abreise?

"Vor allem werde ich ausspannen. Auf dem ´Töff´ werde ich ganz sicher nicht sitzen."

(sl/Si)

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