Ein Wetter- aber kein Musikspektakel
publiziert: Montag, 3. Jul 2006 / 07:07 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Jul 2006 / 15:25 Uhr

St. Gallen - Vom 30. OpenAir St. Gallen bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Das Festival war solide, aber es fehlte der zwingende Hauptact. Das Festival war mit knapp 80 000 Tageseintritten nicht ausverkauft.

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OpenAir St. Gallen

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Das 30. OpenAir endet wie es begann: Friedlich und sonnig. Das war vielleicht das schönste Geburtstagsgeschenk für Publikum und Veranstalter. Zur grossen Geburtsparty wurde das 30. OpenAir dennoch nicht: Dem bunten Mix aus Stilen und Bands fehlte ein herausragender Headliner.

Die Bands Massive Attack und Franz Ferdinand, die am Freitagabend als Hauptacts auf der Sitterbühne spielten, boten solide, aber keine mitreissenden Konzerte. Die Überraschung am Samstag war Damian JR Gong Marley, Sohn des legendären Bob Marley. Der Jamaikaner sang Songs des Vater abwechselnd mit Eigenkompositionen.

Die frische Jamaica-Brise zwischen Nostalgie und modernem rockigem Reggae kam beim Publikum gut an. Die schwedische Alternativ Rockband The Hives, die für Korn einsprang, hatte nach Marley einen schweren Stand. Erst bei ihren Zugaben war The Hives der Zuschauerjubel sicher.

Klein, aber fein: Attraktive Sternenbühne

Weit aufregender war das Programm auf der kleineren Sternenbühne, die dieses Jahr in einem auf die Seiten geöffneten Zirkuszelt untergebracht war. Hier lieferte die Schweizer Band Lovebugs einen der besten Gigs ihrer Karriere, bilanzierte OpenAir-Programmmacher Christof Huber am Sonntagnachmittag. Huber war es zudem gelungen, für die erkrankte Band Rodrigo y Gabriela kurzfristig die St. Galler Band The Shell auf die Sternenbühne zu bringen. Von sonstigen Programmänderungen während des Festivals blieb das OpenAir St. Gallen verschont.

Generell zeigte sich Huber mit den Bandauftritten zufrieden. Das OpenAir St. Gallen habe musikalisch einen weiteren Schritt nach vorne getan, fand er. Nun wartet er wie alle auf den Hauptact des Festivals: Manu Chao.

Finanzielle Bilanz noch ausstehend

Der Ticketverkauf sei schleppend verlaufen, sagte OpenAir-Finanzchef Cyrill Stadler. Bereits am Freitag wurde bekannt, dass das 30. St. Galler OpenAir nicht ausverkauft sein würde. Die Tageskassen blieben während drei Tagen geöffnet.

Die Verkaufszahlen stiegen von knapp 78 000 bis auf 80 000 Tageseintritte am Sonntag. Bei 90 000 verkauften Tickets wäre das Festival ausverkauft gewesen. Ob diese Zahlen für eine finanziell positive Bilanz reichen werden, werde man in den kommenden Tagen sehen, sagte Pressesprecherin Sabine Bianchi.

Zusätzliche Wellenbrecher zeigen Wirkung

Ein erfreuliches Fazit zog Sanitätschef Andy Wick. Die vor der Hauptbühne zusätzlich installierten Wellenbrecher zeigten ihre Wirkung. Der Druck auf die Zuhörer ganz vorne war weniger gross. Lediglich drei Gäste wurden ihm von der Bühne ins Sanitätszelt geliefert. Das sei ein erfreulicher Rekord.

Obwohl ein generelles Glasverbot ausgegeben wurde, beschäftigten die Sanitäter zahlreiche Leichtverletzte mit Schnittwunden an den Füssen, sowie Hitzeopfer, die wegen der hohen Temperaturen kollabierten.

(bsk/news.ch mit Agenturen)

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