Ein besseres Leben ist ein gesünderes Leben
publiziert: Dienstag, 22. Sep 2009 / 13:50 Uhr

Bern - Wer in besseren Verhältnissen lebt, lebt gesünder und länger. Das zeigt eine Studie der Caritas Schweiz. Politische Entscheidungen - etwa zu Bildung, Steuern und Sozialem - müssten darum auf gesundheitliche Nebenwirkungen hin überprüft werden, fordert Caritas.

Leben länger: Frauen, die sich gesund ernähren, eine gute Bildung und Erfolg im Job haben.
Leben länger: Frauen, die sich gesund ernähren, eine gute Bildung und Erfolg im Job haben.
Noch immer glaubten viele, dass persönliches Fehlverhalten Krankheiten auslöse, schreibt Caritas Schweiz zu der neuen Studie. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten hätten aber gezeigt, dass die Gesundheit von den Lebensumständen und dem Arbeitsumfeld abhänge.

Als Beispiel zitierte das Hilfswerk Erhebungen im Kanton Genf vor zehn Jahren. Demnach lebt ein un- oder angelernter Arbeiter durchschnittlich rund vier Jahre weniger lang als ein Akademiker. Zudem ist das Risiko des Arbeiters, invalid zu werden, zwölf Mal so hoch wie für den Akademiker.

Hochschulabsolventinnen leben länger

Eine 30-jährige Hochschulabsolventin hatte im Mittel eine um 3,6 Jahre höhere Lebenserwartung als eine gleichaltrige Frau, die nur die obligatorische Schule besucht hatte. Bei den Männern betrug diese Differenz gar sieben Jahre.

Zu wenig Geld für Entspannung neben der Arbeit, seelische Belastungen, einer weniger gesunde Umgebung und weniger Anerkennung im Job können Gründe sein, dass Arme häufiger krank sind als Menschen in besseren Verhältnissen. Wer einen tieferen sozio-ökonomischen Status hat, verhält sich häufiger ungesund.

Ein Apfel pro Tag reicht nicht

Mit einem Apfel pro Tag und einem Spaziergang über Mittag liessen sich diese sozialen Unterschiede aber nicht beseitigen, wurde Carlo Knöpfel, Co-Autor der Studie, in der Mitteilung zitiert. Gesundheitspolitik müsse vielmehr die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse verbessern.

Caritas schlägt eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung vor. Mit diesem Instrument könnte beurteilt werden, ob politische Beschlüsse dazu beitragen, die Lebensverhältnisse zu verbessern und sozial bedingte Ungleichheiten bei der Gesundheit verringern helfen.

(tri/sda)

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