Bob/Skeleton/Schlitteln
Ein goldener Jahrgang
publiziert: Montag, 29. Feb 2016 / 15:23 Uhr
Bei EM und WM holten Martina Kocher, Marina Gilardoni, Beat Hefti und Rico Peter insgesamt sechs Medaillen.
Bei EM und WM holten Martina Kocher, Marina Gilardoni, Beat Hefti und Rico Peter insgesamt sechs Medaillen.

Nach einem Jahr ohne WM-Medaillen trumpften die Schweizer Sportler im Eiskanal in der abgelaufenen Saison gross auf. Bei EM und WM holten Martina Kocher, Marina Gilardoni, Beat Hefti und Rico Peter insgesamt sechs Medaillen.

Im vergangenen Sommer stand Swiss Sliding, der Schweizer Verband, der die Eiskanal-Sportarten Bob, Skeleton und Schlitteln unter sich vereinigt, vor einer ungewissen Zukunft. Präsident Jürg Möckli hatte das schlingernde Schiff im Juni zusammen mit vier neuen Vorstandsmitgliedern übernommen, einen Monat später gesellte sich der ehemalige Weltklasse-Anschieber Thomas Lamparter als Chef Leistungssport hinzu. Ein halbes Jahr später kann festgestellt werden: Die neue Führungscrew hat vieles richtig gemacht.

In der Königsdisziplin Bob etablierte sich Rico Peter mit den Plätzen 4 (Zweier) und 3 (Vierer) im Weltcup-Gesamtklassement sowie dem Sieg in Whistler und der WM-Bronzemedaille in Innsbruck als Glanzpunkte endgültig in der Weltspitze. Beat Hefti war trotz personeller und gesundheitlicher Probleme in der ersten Saisonhälfte bei der EM in St. Moritz (Sieger) und der WM (3.) auf den Punkt genau bereit. Marina Gilardoni gewann als Dritte der EM im Skeleton die erste Schweizer Medaille seit sieben Jahren - und Schlittlerin Martina Kocher sorgte mit Gold (Sprint) und Silber (klassischer Einzelwettbewerb) an der WM in Königssee für eine Sensation und die ersten Schweizer Podestplätze überhaupt.

«Ich fände es super, wenn ich mit ihm weitermachen könnte»

«Die Resultate sind gut», stellt Lamparter zufrieden fest. Nicht zuletzt deshalb kündigt sich nun ein ruhigerer Frühling und Sommer ohne grössere Umwälzungen an. Der 32-jährige Rico Peter weiss, dass er auf dem richtigen Weg ist und wird mit seiner Spitzencrew weitermachen. Bei Beat Hefti hängt viel von der Zukunft seines Stamm-Anschiebers Alex Baumann ab. Der 30-jährige Appenzeller will sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob er weitermacht. Sein Rücktritt wäre ein herber Verlust für den Schweizer Bobsport. «Bei den Anschiebern ist die Decke nach wie vor dünn», ist sich Lamparter bewusst.

Martina Kocher dürfte weiterhin integrales Mitglied des deutschen Schlittel-Teams bleiben und vom Training mit den Dominatoren im Rennrodeln profitieren können. Marina Gilardoni, die im Skeletonsport noch relativ neu ist und in diesem Winter in acht Weltcup-Rennen viermal aufs Podest fuhr und den Schlussrang 5 belegte, möchte noch konstanter werden und vor allem ihre ersten Läufe verbessern. In den kommenden Monaten ist Swiss Sliding gefordert, die hervorragend angelaufene Zusammenarbeit mit den Letten und dem deutschen Bahntrainer Matthias Biedermann zu verlängern. «Ich fände es super, wenn ich mit ihm weitermachen könnte», betont die 29-jährige St. Gallerin.

(cam/Si)

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