Eine Ecstasy-Nacht reicht gemäss Studie für bleibende Hirnschäden
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 07:53 Uhr

Washington - Eine Nacht im Ecstasy-Rausch kann US-Forschern zufolge ausreichen, um schwere bleibende Schäden im Gehirn zu erleiden. Forscher warnen vor Symptomen der Parkinsonschen Krankheit.

Ecstasy-Pillen.
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Wer in einer Nacht, wie bei den Konsumenten üblich, drei oder mehr Dosen der Droge nehme, müsse als junger Erwachsener oder auch Jahre später mit Parkinsonismus rechnen, warnen die Forscher im US-Fachjournal Science vom Freitag. Dazu zählen Zittern und eingeschränkte Mimik.

Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass Ecstasy die von der Hirnsubstanz Serotonin gesteuerten Zentren für emotionale Kontrolle und Wahrnehmungsfähigkeit angreift und nachhaltig schädigen kann.

Jetzt untersuchte das US-Team um George Ricaurte von der Johns Hopkins Universität in Baltimore in Tierversuchen die Auswirkungen von Ecstasy auf die von dem Botenstoff Dopamin abhängigen Nervenzellen im Tierversuch.

Die Forscher gaben zwei Arten von Menschenaffen die ihrem Gewicht entsprechende Dosis der Partydroge - ähnlich wie in Ecstasy-Nächten üblich - in zwei oder drei Gaben im Abstand von je drei Stunden. Anschliessend untersuchten sie eine Hirnregion (Striatum), in der viele der von Dopamin gesteuerten Nerven enden, und fanden 60 bis 80 Prozent der Nervenzellen zerstört.

Es sei bekannt, dass der Verlust der Kontrolle über Bewegungen und andere Erscheinungen von Parkinsonismus bei 80 bis 90 Prozent der dopaminabhängigen Nervenzellen einsetze, schreiben die Autoren in Science.

Da die Produktion von Dopamin im Verlauf des Lebens abnimmt, könnte der Verlust der von dem Nervenleiter gesteuerten Zellen durch nur eine Ecstasy-Nacht ausreichen, um später unter Parkinson-Symptomen zu leiden.

Ecstasy habe bisher unter jungen Leuten als sichere Droge gegolten, weil es keine unmittelbaren Schäden erkennen lasse, bedauerte Ricaurte.

(sda)

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