Eine Milliarde Dollar gegen Vogelgrippe
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 00:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 00:46 Uhr

Genf - Der Schutz vor der Vogelgrippe kostet in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Dollar (1,3 Mrd. Fr.).

Der Aktionsplan sieht unter anderem die Impfung von Zuchtgeflügel vor.
Der Aktionsplan sieht unter anderem die Impfung von Zuchtgeflügel vor.
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Zum Abschluss einer Konferenz in Genf haben sich die Teilnehmer auf einen Aktionsplan geeinigt, der die Ausbreitung der Seuche verhindern soll.

Am letzten Tag der internationalen Vogelgrippe-Konferenz herrschte unter den über 500 Experten Einigkeit, dass das Virus H5N1 am Ursprung bekämpft werden muss. Um eine Grippe-Pandemie beim Menschen zu verhindern, müsse die Ausbreitung der Krankheit beim Geflügel verhindert werden.

Aktionsplan

Ein von der Weltbank vorgelegter Aktionsplan sieht darum unter anderem die Impfung von Zuchtgeflügel, die Vorbereitung auf eine Grippe-Pandemie und ein besseres Alarmierungssystem in den Entwicklungsländern vor. Zudem sollen die betroffenen Länder in die Lage versetzt werden, die Landwirte für die Tötung ihrer Tiere zu entschädigen.

Nun müssten die für die Massnahmen nötigen Mittel bereitgestellt werden, sagte Jim Adams, Leiter der Weltbank-Delegation. Die Bank rechnet mit Kosten von rund einer Milliarde Dollar in den nächsten drei Jahren.

Bis Ende des Jahres will sie selber die Hälfte des Betrags bereitstellen und als Bürgschaften oder zinslose Darlehen ausschütten. Die übrigen 500 Millionen Dollar müssen von Geber-Ländern aufgebracht werden. Mitte Januar soll dazu in Peking eine Geberkonferenz stattfinden.

800 Milliarden Dollar im Fall einer Pandemie

Das Geld dürfte gut eingesetzt sein: Im Falle einer Pandemie rechnet die Weltbank mit globalen Kosten von 800 Milliarden Dollar. Der Betrag wurde durch die Hochrechnung der durch die Lungenentzündung SARS verursachten Kosten ermittelt.

An der Vogelgrippe sind bisher mindestens 65 Menschen gestorben. Die indonesischen Behörden meldeten den sechsten Todesfall in ihrem Land.

Die Krankheit ist vor allem in asiatischen Ländern verbreitet. Betroffen ist insbesondere China, dessen Regierung am Mittwoch von einer sehr ernsten Situation sprach. «Die Vogelgrippe ist in China nicht unter vollständige Kontrolle gebracht», sagte Regierungschef Wen Jiabao.

(bert/sda)

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