Eine Million Franken für Erdbebengebiet
publiziert: Sonntag, 9. Okt 2005 / 15:06 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Okt 2005 / 15:32 Uhr

Bern - Die Schweiz hat eine Million Franken für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in Südasien freigesetzt.

Pakistan braucht dringend neue Notunterkünfte.
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Sechs Schweizer Experten werden heute Abend nach Pakistan reisen. Drei Spezialisten befinden sich bereits vor Ort.

«Wir setzen 500 000 Franken für Rettungsoperationen ein, weitere 500 000 Franken stehen noch zur Verfügung», sagte Jean-Philippe Jutzi, Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Das sechsköpfige Team besteht aus einem Mediziner, einem Einsatzleiter sowie aus Wasser- und Bauspezialisten. Es soll am Sonntagabend abfliegen, an Bord eines von der Schweiz ausgeliehenen Flugzeugs, das vom UNO-Büro für Katastrophen-Koordination (UNDAC) gechartert wurde.

Aufklärungsmission

Mit dabei ist auch ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Das Team wird am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet.

Die drei Experten, die schon vor Ort sind, nehmen derweil zusammen mit vier UNO-Spezialisten an einer Aufklärungsmission des UNDAC teil.

Die Entsendung von Rettungsmannschaften und Hunden nach Asien ist zurzeit nicht geplant, wie Jutzi weiter sagte. Deutschland kümmere sich bereits um solche.

Dagegen plant die DEZA zwei Spezialisten für Katastrophenprävention nach Pakistan zu schicken. Sie sollen das DEZA-Kooperationsbüro in Islamabad verstärken.

40 Tonnen Nothilfe

Im Weiteren hat die Schweiz Pakistan vorgeschlagen, Hilfsmaterial bereit zu stellen, das teils vor Ort gekauft werden soll, teils aus der Schweiz kommt. «Wir haben bereits 40 Tonnen Nothilfe bereitgestellt», sagte der DEZA-Sprecher.

Es mangle Pakistan vor allem an Zelten, Decken, Schlafsäcken und Küchenmaterial. Das Material könne am Dienstag nach Pakistan geflogen werden, so Jutzi - «falls die pakistanischen Behörden dies verlangen». Für Indien, das auch vom Erdbebeben betroffen ist, sieht die Schweiz keine Nothilfe vor.

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) kündigte Hilfe über 100 000 Franken für das Katastrophengebiet an.

Einsätze zur Überlebenshilfe

Ein Mitarbeiter der HEKS-Partnerorganisation Anatolian Development Foundation (ADF) traf am Sonntag in Pakistan ein, um Einsätze zur Überlebenshilfe abzuklären, wie HEKS-Sprecherin Seta Thakur sagte.

Caritas Schweiz setzte 150 000 Fr. für die Nothilfe in dem Erdbebengebiet frei. Die lokalen Partner der Caritas in Pakistan und Indien hätten bereits erste Notunterkünfte eingerichtet, teilte Caritas am Sonntag mit.

Auch die Glückskette stellte Soforthilfe über 100 000 Fr. bereit. Die Hilfe gehe an die in den betroffenen Regionen bereits aktiven Partner-Hifswerke, hiess es am Sonntag in einem Communiqué der Glückskette. Die drei Schweizer Hilfswerke riefen zu Spenden auf.

(rr/sda)

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