Eine Moschee soll in Grenchen gebaut werden
publiziert: Freitag, 22. Jan 2010 / 14:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Jan 2010 / 14:51 Uhr

Grenchen SO - Im solothurnischen Grenchen will der örtliche Verein Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft (AIG) in einem Industriegebiet ein zweistöckiges Kulturzentrum mit einer Moschee bauen. Das bei den Stadtbehörden eingereichte Baugesuch löst Widerstände und Ängste aus.

In Grenchen im Kulturzentrum soll eine Moschee mit einer Galerie für Frauen sowie mehrere Sitzungszimmer entstehen. (Im Archivbild Moschee in Genf)
In Grenchen im Kulturzentrum soll eine Moschee mit einer Galerie für Frauen sowie mehrere Sitzungszimmer entstehen. (Im Archivbild Moschee in Genf)
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Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Franken, sagte AIG-Vorstandsmitglied Basri Veseli auf Anfrage zu entsprechenden Medienberichten. Das Gebäude im Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofes werde «niemanden gross stören».

Baugesuch bei Stadtbehörden eingereicht

Im Kulturzentrum sollen eine Moschee mit einer Galerie für Frauen sowie mehrere Sitzungszimmer entstehen. Auf dem Dach will der Verein eine grosse und drei kleine Kuppen bauen. Er reichte diese Woche bei den Stadtbehörden das Baugesuch für einen «Neubau Vereinslokal» ein.

Bestehender Gebetsraum im Keller zu klein

Spenden und Beiträge der Vereinsmitglieder sollen den Bau finanzieren, wie Veseli sagte. Der Verein zählt nach eigenen Angaben 120 Mitglieder. Der bestehende Gebetsraum in einem Keller sei zu klein, betonte er: «Wir wollen rausgehen und zeigen, dass wir keine Hassprediger sind.»

Projekt erregt die Gemüter

Das Projekt erregt bereits die Gemüter. So kündigte die SVP Stadt Grenchen Widerstand an. Man wolle sich mit «allen politischen und juristischen Mitteln» dagegen wehren, schrieb die Partei in einem Zeitungsinserat.

Gemäss der Stadtverwaltung dürfte das Bauprojekt jedoch zonenkonform sein. Das Baugesuch liegt bis zum 4. Februar öffentlich auf.

(zel/sda)

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Ömür Orhun wird seine Beobachtungen in einem Bericht zusammenfassen.
Sie haben auch recht
Kirchen sind in unserer Kultur verankert und viele Menschen finden im Glauben Halt und Trost. Leider birgt ein religiöses Leben aus psychologischer Sicht auch Gefahren für die Menschen. Mao hat zwar viel Dummes gesagt aber in einem Punkt gebe ich ihm Recht. Religion ist Opium fürs Volk. Solange man sich an die Regeln hält wird man einen heilenden, beschützenden Herrgott erleben, aber was passiert wenn man schwach wird (was ja jedem mal passiert)? Weckt man dann in sich den rächenden, zerstörenden Gott? Sehen Sie, in diesem Punkt spielt es keine Rolle mehr ob Sie Jude, Christ, Moslem, Buddhist oder Hinduist sind. Sie sind ein modernes menschliches Wesen, welches durch Erfahrungen reifen muss. Da gibt es keinen Heiland.
Entleerung
Sie wollen wissen wieviele der JA Stimmer nicht wussten was ein Minarett ist?
Vor dem Abstimmungskampf: 99%
Danach wusste es jeder, zumindest glaubten das sicher viele. Jedenfalls gab es sicher im zweistelligen Prozentbereich JA Stimmer, die glaubten ein Minarett sei eine schwarze aus dem Boden kommende Rakete (so wie es uns die SVP Plakate gelehrt haben)

Zum Lärm: Es gibt kein Minarett und es war auch nie eines geplant wo tatsächlich einer heraufgestiegen wäre um herunterzubrüllen, mal abgesehen davon, dass wir gar kein richtiges Minarett haben in der Schweiz. Das sind bestenfalls Minarettchen. Die Leute wissen eben überhaupt nicht bescheid, das ist ja das traurige.
Mir wäre so ein stilles weisses Minarettchen jedenfalls einiges lieber in meinem Quartier als die elenden Kirchenglocken, die mir jeden Tag mehreremale um die Ohren dröhnen.
Stimmt!
Was die Religionen angeht, da gebe ich Ihnen völlig Recht!
Was die Kirchen angeht: Neue bauen nein, die bestehenden gehören allerdings zu unserer Kultur, welche ich durchaus als erhaltenswert erachte. Moscheen hingegen, na ja, sind Kulturfremd und sollen dort gebaut werden (wenns denn sein muss) wo sie in die Kultur gehören. Sprich: Sicher nicht in der Schweiz!
Belehrung
Lieber Untoter, diese Belehrung muss sein. Ein Minarett ist keine Moschee. Folglich ist das Minarettverbot kein Moscheeverbot.

Das Minarett ist nur ein Teil einer Moschee, vergleichbar mit dem Kirchturm. Der wesentliche Unterschied aus dem Kirchturm dröhnen die Glocken und auf das Minarett muss einer hochsteigen und Herunter brüllen.
Wenn jetzt also irgendwer auf die Idee kommt aus dem Minarett ein Moscheeverbot zu basteln, würde der Schuss nach hinten los gehen. Man würde aus dem Minaret ein Religionsverbot basteln. Das wäre dann tatsächlich anfechtbar.

Wäre es nicht vielleicht langsam an der Zeit, dass sich die Wähler der Inkompetenz der Politiker bewusst werden.

Ich möchte ja nur wissen wieviele damals für das Verbot stimmten und garnicht wussten, was ein Minarett ist.
Gläubige Fanatiker
Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Kriege von gläubigen Fanatikern ausgingen, sollte man in einem aufgeklärten Staat nicht nur keine Moscheen bauen sondern auch die Kirchen abreissen oder umnutzen. Ich will damit keine religiösen Gefühle verletzen, aber es gibt nun mal Menschen, die Zweck und Funktion solcher Religionen durchschauen und sie als unbrauchbar ablehnen. Wahrer Glaube hängt doch nicht an Gebäuden, die sind nur dazu da, Macht und Menge der Anhänger zu demonstrieren, sowohl im Christentum als auch im Islam.
Loriot
Also als einfach so daher gelabert würde ich meinen Post jetzt doch nicht bezeichnen. Das meinte ich dann doch ernsthaft.

Natürlich beneide ich manchmal K...(sie wissen schon wer) doch tatsächlich für sein simples Schwarz-Weiss(Rot) Denken. Wäre ich eine politische Partei wäre ich weder Rot, Schwarz, Gelb oder Grün.

Eher Grau ... aber nicht so grau ... mehr grüngrau ... ins Bräunliche. Eine Art Braungrau ... mit Grün ... ein Braungrüngrau ...
Es schadet auch nichts, wenn es ein bißchen ins Bläuliche hinüberspielt, Hauptsache, es ist grau ...
Braungrau ... Etwas Rot könnte auch anklingen ... Ein Braunrot ... im ganzen Grau ...
Also ein grünlich-blaues ... Rot-braun-Grau.
äh.. JasonBond!
Haben Sie sich schon mal überlegt, was wäre wenn Ihre Aussagen nicht nur einfach so daher geblabbert sind?
Was ist wenn Sie recht haben?

Ich versichere Ihnen es ist oft angenehmer und einfacher ein dummer Schwafli zu sein.
Schlimme Entwicklung
Es gibt gerade mal 12 Moscheen in der Schweiz, wenn man die gegen all die Kirchen setzt, erscheinen 12 als geradezu lächerlich wenig.
Die SVP wird jetzt wieder ihren Kreuzzug gegen dieses Bauvorhaben und den Islam im besonderen starten.
Merken die Schweizer Bürger eigentlich nicht in welche Richtung wir langsam aber sicher abdriften?
Was hier passiert kann man mit dem Dritten Reich vergleichen und der Judenverfolgung. Auch da hatte es im Kleinen angefangen.
Die Minarette sind bereits verboten, sollen jetzt auch noch Moscheen mit den runden Kuppeln verboten werden? Schon mal was von Religionsfreiheit gehört? Als nächstes fordert die SVP dann Armbinden für Muslime.
Bald werden wir uns im Krieg gegen den Islam befinden weil wir und Andere von rechtsnationalistischen Populisten mit Angst und Propaganda vergiftet werden.
Muslim = Terrorist
Islam = Das Böse
Minarett, Moschee = Terrorcamp
usw. usw.
Es widert mich an.
Auftrag
Die Bauherren sollten freiwillig auf den Bau verzichten. Ansonsten weiss man halt was sie von Volksentscheiden und dem Volk, das gegen Minarette Entschieden hat, halten. Der Ball liegt alleine bei ihnen. Aber aufgrund des klaren Auftrages an die Muslime weltweit durch den Koran bleibt ausser zu bauen keine andere Lösung übrig. Somit dürfte der weitere Weg bereits feststehen.
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