Eine der bestbesetzten WM aller Zeiten
publiziert: Freitag, 2. Mai 2008 / 10:36 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Mai 2008 / 16:12 Uhr

Mit den Spielen Tschechien - Dänemark und Kanada - Slowenien beginnt heute Freitag in Québec und Halifax eine der bestbesetzten WM aller Zeiten. Die Nationalcoaches erhielten kaum eine Absage.

Alexander Owetschkin, NHL-Topscorer und Star des russischen Teams, wird in Kanada spielen können.
Alexander Owetschkin, NHL-Topscorer und Star des russischen Teams, wird in Kanada spielen können.
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Zum 100-Jahr-Jubiläum des internationalen Verbandes IIHF findet erstmals überhaupt eine WM in Kanada statt - im Mutterland des Eishockeys. Das Team Canada will in den nächsten Tagen jenen Fluch besiegen, wonach der Gastgeber nicht Gold gewinnen kann.

1986 in Moskau triumphierte mit der Sowjetunion letztmals das Heimteam. Das Team Canada holte an drei der letzten fünf Weltmeisterschaften Gold. Mit dem Heimvorteil auf seiner Seite werden die Einheimischen mit Martin St-Louis, Rick Nash und Dany Heatley (spielten alle kurz in der Schweiz) nur schwerlich zu besiegen sein.

Viele Herausforderer

Herausforderer gibt es viele. Die Russen stellten vor einem Jahr an der WM in Moskau das stärkste Team, dominierten seither die Euro-Hockey-Tour und besiegten am Montag in Québec auch Kanada souverän (4:1).

In diesem letzten Vorbereitungsspiel fehlte den Russen noch der Paradeblock mit den drei Washington-Akteuren Alexander Owetschkin (NHL-Topskorer), Alexander Semin und Sergej Fedorow. Owetschkins Einsätze wurden am Donnerstag gesichert, als es endlich gelang, seinen 13-Jahres-Deal über 124 Millionen Dollar zu versichern. Der 39-jährige Fedorow spielt erstmals seit der WM 1990 in Bern wieder für Russland.

Finnen mit neuem Anlauf auf Gold

Einen neuen Anlauf auf Gold nehmen auch die Finnen -- die ewigen Zweiten im Hockey. Finnland holte zuletzt vor einem Jahr in Moskau und vor zwei Jahren an den Olympischen Spielen in Turin «nur» Silber. Seit 1992 standen die Nordländer siebenmal im Final, gingen aber nur 1995 als Sieger vom Eis. Der damalige Titelgewinn wird zudem als «minderwertig» erachtet, weil wegen des damaligen Lockouts kein einziger NHL-Akteur im Turnier mitspielte.

Bei den Finnen steht mit Doug Shedden erstmals ein Kanadier (und der zukünftige Coach des EV Zug) an der Bande. Manager des Teams ist Jari Kurri, ein ehemaliger Stanley-Cup-Sieger. Kurri feiert am 18. Mai Geburtstag; an diesem Tag findet in Québec der Final statt. Teemu Selänne (Anaheim) gesellte sich am Mittwoch zum finnischen Team und wird seine wohl letzte WM bestreiten.

Je ein Spiel im Retro-Dress

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums bestreitet jedes der 16 Teams eine Partie in Retro-Jerseys. Die Schweiz spielt am Samstag gegen Frankreich in der Uniform der Zwanzigerjahre, als sie das beste Team Europas stellte (1926) und in St. Moritz Olympia-Bronze holte (1928). Ältere Retro-Dresses liess niemand produzieren.

Von den Schweizer Gegnern trägt Schweden im letzten Vorrundenspiel das Retro-Dress gegen das Krueger-Team. Die Schweden wählten das Jersey von 1957, als sie in Moskau Gold holten. Allerdings veränderte sich das schwedische Dress seither nicht gross.

Weltranglisten vor der WM 2008
(Punkte aus den WM 2005 bis 2007 plus Olympia 2006): 1. Schweden 2300. 2. Finnland 2265. 3. Kanada 2250. 4. Tschechien 2205. 5. Russland 2200. 6. Slowakei 2075. 7. USA 2065. 8. Schweiz 2000. 9. Weissrussland 1885. 10. Lettland 1820. 11. Deutschland 1800. 12. Dänemark 1760. 13. Italien 1760. 14. Norwegen 1735. 15. Ukraine 1675. 16. Kasachstan 1665. 17. Österreich 1645 (Aufsteiger in die A-WM 2009). 18. Slowenien 1620. 19. Frankreich 1550. 20. Polen 1475. 21. Ungarn 1440 (Aufsteiger in die A-WM 2009).

Punktevergabe an der WM 2008: 1200 (1.) - 1160 (2.) - 1120 (3.) - 1100 (4.) - 1060 (5.) - 1040 (6.) - 1020 (7.) - 1000 (8.) - 960 (9.) - 940 (10.) - 920 (11.) - 900 (12.) - 880 (13.) - 860 (14.) - 840 (15.) - 820 (16.).

(Rolf Bichsel, Québec City/sda)

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