Eine halbe Million Mütter sterben pro Jahr
publiziert: Samstag, 8. Mai 2010 / 09:30 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Mai 2010 / 09:45 Uhr

Weltweit ist es um die Überlebenschancen von Müttern während der Schwan- gerschaft oder bei der Geburt schlecht bestellt. Durch- schnittlich stirbt jede Minute eine Mutter bei der Geburt, 99 Prozent in Entwicklungsländern.

Statistisch gesehen, stirbt jede Minute eine Mutter.
Statistisch gesehen, stirbt jede Minute eine Mutter.
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Besonders in Entwicklungsländern, in denen medizinische Versorgung oder Präventionsangebote selten sind, hat sich seit 1990 die Überlebenschance für Mütter nicht verbessert.

Ausserdem leiden weltweit rund 20 Millionen ihr Leben lang nach Geburtskomplikationen unter Gesundheitsschäden. Bei den acht Millenniumsentwicklungszielen (MDG) ist man - abgesehen von der Armutsbekämpfung - bei der Verbesserung der Müttergesundheit (MDG 5) am weitesten vom gesetzten Ziel entfernt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet das weltweite „Müttersterben“ so auch als „stille Epidemie“.

Vier Massnahmen verhindern 80 Prozent der Todesfälle

Fakt ist, 80 Prozent der Todesfälle könnten mit vier Massnahmen wie ausgewogener Ernährung, Familienplanung, qualifizierter Geburtshilfe sowie Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Geburt verhindert werden.

Mindestens ein Fünftel der Todesfälle ist auf Mangelernährung zurückzuführen. Mit politischen Massnahmen zur Ernährungssicherung und der Verabreichung von Nährstoffpräparaten kann dieses Problem bekämpft werden. Wichtig ist der verbesserte Zugang zu Mitteln der Familienplanung und deren Anwendung. Wird beispielsweise das Schwangerschaftsintervall auf zwei Jahre erhöht, führt dies zu geringerer Kindersterblichkeit.

Denn Kindersterblichkeit hängt mit der Müttersterblichkeit zusammen, wie Esther Bodenmann, Leiterin Themen & Anwaltschaft bei World Vision Schweiz, erläutert: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind stirbt, ist bis zu zehnmal so hoch, wenn seine Mutter nicht mehr lebt. Deshalb setzt World Vision im Rahmen der globalen Gesundheitskampagne „Gesunde Kinder Weltweit“ einen Akzent auf Verbesserung der Müttergesundheit“.

Die beiden Regionen mit der höchsten Müttersterblichkeit, Südasien und Afrika südlich der Sahara, weisen am wenigsten qualifizierte Geburtshelferinnen auf. „Bei zirka 15 Prozent der Geburten gibt es Komplikationen. Die Erfahrung zeigt, dass qualifizierte Geburtshelfer einen Grossteil der Todesfälle bei Müttern und den Kindern verhindern könnten“, ergänzt Esther Bodenmann. In Norwegen und Australien leben Mütter weltweit am besten. An fünfzehnter Stelle steht die Schweiz. Schlusslicht ist Afghanistan.

(sk/World Vision)

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