Schweiz bangt um Eurovision-Finalqualifikation
Eineiige Wiedehöpfe und ein Wiegenlied am Song Contest
publiziert: Dienstag, 10. Mai 2011 / 11:43 Uhr

Düsseldorf - Eineiige Zwillingspaare und versiffte Revoluzzer: Der Eurovision Song Contest hat dieses Jahr wieder Skurriles zu bieten. Die Schweiz bangt um die Finalqualifikation und Deutschland um die Wiederwahl.

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Die von Stefan Raab initiierte «Mission Titelverteidigung» haben in Wahrheit die Schweizer erfunden. Nachdem Lys Assia am allerersten Gran Premio Eurovisione della Canzone 1956 in Lugano die Trophäe für die Schweiz gewonnen hatte, wurde sie im Jahr drauf noch einmal ins Rennen geschickt; sie wurde vorletzte.

Der Niederländerin Corry Broken ging es 1957/58 ähnlich, danach hat es niemand mehr versucht. Erfolgreiche Titelverteidigungen hat es zwar gegeben - Spanien 1968/69, Luxemburg 72/73, Israel 78/79 und Irland 92/93/94 - aber nie durch dieselben Interpreten.

Ein Sieg von Lena Meyer-Landrut wäre eine Premiere. Die Wettbüros sagen ihrem geheimnisvoll raunenden «Taken by a Stranger» aber nur Platz acht voraus. «Wiegenlied für eine Leiche», frotzeln ESC-Fans.

Beinahe-Plagiate

Ob Anna Rossinelli die Schweiz erstmals seit 2006 wieder ins Final bringt, ist ähnlich fraglich wie die deutsche Titelverteidigung. Die Buchmacher führen die Baslerin auf Platz 22. Neun der Konkurrenten, gegen die sie sich am Dienstag im Halbfinal durchsetzen muss, sind vor ihr klassiert. Nur zehn kommen weiter.

Dass Annas Song «In Love for a While» ähnlich tönt wie «Bubbly» von Colbie Caillat (2006) ist längst bekannt. Aber Wiedererkennungswert ist an der Träller-Olympiade die halbe Miete.

Auch der als Sieger gehandelte französische Beitrag «Sognu» kommt einem bekannt vor, er erinnert etwas an Vangelis' «Conquest of Paradise». Der 21-jährige Sänger Amaury Vassili, der angeblich «jüngste professionelle Tenor», singt auf Korsisch, weil sich das für Klassik-Pop besser eignet als französisch.

Old Boys and Young Boys

Starke Favoriten neben Vassili sind heuer zwei Boygroups: Die schon etwas angejahrte, weltbekannte britische Blue und die Formation um den Schweden Eric Saade, die mit «Popular» auch tänzerisch eine mitreissende Nummer hinlegt.

Weitere Top-Ten-Kandidaten sind Aserbeidschan, Bosnien-Herzegowina und Dänemark. Auch Kati Wolf aus Ungarn werden Chancen zugebilligt. Sie war schon als Kind ein Star, weil sie die Titelmelodie eines ungarischen TV-Cartoons sang.

Zu den heuer etwas dünn gesäten Kuriositäten gehören die irischen Zwillinge Jedward mit ihren Wiedehopf-Frisuren. Sogar der britische Premierminister Gordon Brown soll sich kritisch geäussert haben über die Fähigkeiten der erfolglosen «X Factor»-Kandidaten.

(dyn/sda)

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Doppel HA!
Ha!
Und nochmals: HA!!

Endlich sind wir wieder mal im Finale!
Zugegeben, die Konkurrenz von Anna war bis auf wenige Acts ziemlich dünn, eine Ansammlung des Grauens.

Am besten hat mir Serbien gefallen, mit dem fröhlich bunten 60's Lollipop Sound.
Diverse Sänger waren auch wieder gut, wie der Russe und der Finne.
Der Finne mit seinem "let's save the planet" Nicole'schen Bisschen Frieden Lied war zwar klebrig süss aber der wird schon nur wegen der Aktualität des Songs sehr hoch platziert sein im Finale.

Der grosse Schock war das erstmalige Fehlen der Türkei im Finale. Wie ist denn das passiert? Wo die Türken doch eigentlich immer weiter kommen, selbst wenn drei Minuten lang nur die türkische Flagge auf der Bühne liegen würde, erhielten die diverse 12er und 10er Wertungen :)

Nun, der Türken Beitrag war optisch vom Schlimmsten, vielleicht lag es daran...

Ungarn's Celine Dion Verschnitt hat es mit der fetzigen Euro Dance Pop Nummer offenbar locker ins Finale geschafft trotz des mehr als grässlich blauen Kleides der Sängerin, die auch mehr oder weniger wie eine hölzerne Puppe drei Minuten lang dastand. Aber gesungen hat sie halt perfekt.

Dann waren da noch die....ächz....Portugal....das war schon so grell und schräg und grausig dass es schon fast wieder gut....äh....nein eben doch nicht. Grauenhaft!

Fazit: Das 2. HF wird wesentlich besser sein vom Niveau her, dort hat es die wahren Favoriten: Estland, Lettland, Dänemark (ausser die performen halt schlecht)
Und wieder wird das Jammern...
....losgehen morgen in den Medien.

Weil die liebe Anna ausgeschieden sein wird (nehm ich mal an).

Vielleicht kann sie ja vom Lena Effekt profitieren und mit ihrer natürlichen etwas langweiligen Art punkten, das Lied ist ja auch natürlich und langweilig, was solls.

Michi von der Heide war etwas zu "goldig" und übermotiviert.
Der Sänger der Lovebugs konnte nicht singen, der gute Paolo war einfach zum Einschlafen langweilig, DJ Bobo war schlicht grausam schlecht mit grotesker Show.
Piero war wohl der Tiefpunkt in den letzten 10 Jahren mit seinem dahingereiherten Celebrate.
Six4One, ein oberdurchschnittlich Song von "ichwarmalgut" Ralph Siegel war zwar im Finale, aber auch nur weil im Vorjahr die Urschweizerische Truppe Vanilla Ninja (aus Estland) mit dem fetzigen Rocksong in die Top 10 kam!
Habe ich noch wen vergessen? Dann muss es noch unsäglicher gewesen sein.

So gesehen ist die gute Anna eigentlich das Beste seit Langem.
Aber ob wir jemals fähig sein werden, etwas an den ESC zu senden (Schweizerisch) dass auch Erfolg hat, wage ich zu bezweifeln.
Oder müsste man Baschi, Plüsch oder DJ Antonie hinschicken?
Vielleicht senden wir nächstes Jahr einfach den Toni, Ueli und Christoph hin, die können dann die Nationalhymne trällern, was sie doch so gerne tun.
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