Seifeddine Jameli alias Abu al-Qaaqaa
Einer der «gefährlichsten» Dschihadistenführer getötet
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2016 / 22:00 Uhr
Beim nächtlichen Einsatz wurden den Angaben zufolge auch Waffen beschlagnahmt. (Symbolbild)
Beim nächtlichen Einsatz wurden den Angaben zufolge auch Waffen beschlagnahmt. (Symbolbild)

Tunis - Das tunesische Militär hat offiziellen Angaben zufolge «einen der gefährlichsten» Dschihadistenführer des Landes getötet. Seifeddine Jameli, auch bekannt als Abu al-Qaaqaa, gehörte zu dem tunesischen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

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Elitesoldaten hätten das führende Mitglied der Gruppe Jund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) in der zentralen Region von Mount Mghilla getötet, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Tunis mit. Beim nächtlichen Einsatz wurden den Angaben zufolge auch Waffen beschlagnahmt.

Der Kampf gegen den Dschihadismus hat Tunesien bislang umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro gekostet. Das sagte Präsident Béji Caid Essebsi bei einem Besuch in Katar. Das Geld «wäre besser in die Wirtschaft investiert worden, aber unter den aktuellen Bedingungen ist es notwendig, die Priorität auf den Anti-Terror-Kampf zu legen und die Sicherheit zu gewährleisten», sagte Essebsi.

Wiederholt Touristen im Visier

Tunesien wird seit dem politischen Umsturz im Januar 2011 immer wieder von islamistischen Anschlägen erschüttert, wobei die Extremisten wiederholt auch ausländische Touristen ins Visier nahmen. So töteten Attentäter im März vergangenen Jahres im Bardo-Museum in Tunis sowie im Juni in einem Strandhotel in Sousse insgesamt 59 Touristen.

Anfang März hatten Dschihadisten die Grenzstadt Ben Guerdane angegriffen und 13 Sicherheitskräfte und sieben Zivilisten getötet. Bei den mehrtägigen Feuergefechten in der Stadt an der Grenze zu Libyen wurden nach offiziellen Angaben auch 55 Dschihadisten getötet.

Aus Tunesien sind zudem tausende Dschihadisten in den Kampf in den Irak, nach Syrien und nach Libyen gezogen. Um das Einsickern von Dschihadisten aus Libyen zu verhindern, hat die Regierung auf etwa der Hälfte der 500 Kilometer langen gemeinsamen Grenze Gräben ziehen und Sandwälle bauen lassen.

(kjc/sda)

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